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"K.o. für das Projekt Lichter Küppel"

Windkraft "K.o. für das Projekt Lichter Küppel"

Auf dem „Lichter Küppel“ werden keine Windräder gebaut. Die Stadtwerke Marburg stellen entgegen der Planungen das Vorhaben auf der Vorrangfläche mit sofortiger Wirkung ein.

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Die Pläne für ein Windrad am Lichten Küppel sind erst einmal vom Tisch.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Entsprechende OP-Informationen bestätigte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) am Freitag. Der Grund für den Projektstopp: Die Gutachter haben zwei Rotmilan-Nester in dem Waldgebiet entdeckt. Die Vögel leben rund 700 Meter von den möglichen Bauplätzen enfernt. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestentfernung von 1000 Metern.  Da diese Vogelart durch ihre Flugbewegungen von Experten als besonders anfällig für die Auswirkungen von Windrädern eingeschätzt wird, gilt ein Fund von Rotmilan-Nestern als Ausschlusskritierium für den Bau.

„Das ist der K.o. für das Projekt“, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). „Die Gefahr, dass die Vögel mit den Anlagen kollidieren ist zu groß. Der Schutz der Tiere ist uns besonders wichtig.“ Der Aufsichtsratschef der Stadtwerke sieht nach dem Nester-Fund bezogen auf die Windkraftpläne nahe Moischt „keine Möglichkeit weiter zu kommen“.

Neben dem Lichter Küppel sind aber noch drei weitere potentielle Windkraft-Standorte vorhanden. Insbesondere den Görzhäuser Hof nahe Michelbach und die Fläche Marburg-Nord sollen die Planer nun genauer prüfen.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

von Björn Wisker

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