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Juristen feiern ihre Doktorwürde

Feststunde in der Universität Juristen feiern ihre Doktorwürde

Talar, Barett, Urkunde: 27 Doktoranden haben ihren akademischen Titel offiziell verliehen bekommen.

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Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaften in der Alten Aula: Die Jura-Professoren gratulierten den neuen Doktoren. Foto: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. In der Alten Aula gratulierten die Professoren des Fachbereichs Jura sowie Landgerichts-Präsident Dr. Christoph Ulrich sowie Regierungspräsident Dr. Lars Witteck den Marburger Rechtswissenschaftlern. „Stolz können Sie auf Ihre umfangreiche wissenschaftliche Eigenleistung sein“, sagt Professor Hans-Detlef Horn, Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität.

Die „höheren akademischen Weihen“ erreicht zu haben, sei nichts Selbstverständliches. Um das zu bewältigen, brauche es „Beharrlichkeit und intensive Fachkenntnis“. Neben dem Titel für jeden Einzelnen, trage die Promotion zum „Erhalt der Kultur der Universität“ bei. Denn die Verleihung der Doktorwürde, sagt Horn, sei eine der letzten Kompetenzen, die ausschließlich Universitäten haben. „Die Identität der Unis ist bedrängt, Promotionen helfen ihr in einem Überlebenskampf.“ Er schilderte die überkommene Praxis der Beliebigkeit, der Käuflichkeit von Titeln speziell im 17. und 18. Jahrhundert. „Das war gängige Praxis, ein gutes Geschäft, um die Kasse der Universitäten aufzubessern.“ Horn warnte die Promovierten am Freitag davor, mit dem erlangten Doktortitel zu offensiv umzugehen. „Sich bei jeder Gelegenheit mit Herr oder Frau Doktor anreden zu lassen, wirkt albern.“

Jost-Dietrich Busch, goldener Doktorjubilar (50 Jahre), ergänzte: „Vieles im Ablauf einer Promotion ist von damals bis heute gleichgeblieben, vor allem das Wechselbad aus Freude über Fortschritte, Rückschlägen, Selbstzweifel und Motivation“ , sagt er.

von Björn Wisker

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