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Jungparlamentarier fordern Skatehalle

Kinder- und Jugendparlament Jungparlamentarier fordern Skatehalle

Sie haben Verbesserungsvorschläge, begründen diese und stellen Anträge bei der Stadt Marburg. - Meistens werden ihre Ideen in die Tat umgesetzt.

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Das neunte Kinder- und Jugendparlament bei seiner ersten Sitzung im Sommer.Archivfoto

Marburg. Sehr viele Plätze im Stadtverordnetensitzungssaal sind besetzt. Die jungen Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) der Stadt Marburg versammelten sich für eine ihrer Sitzungen.

Die Tagesordnung ist sehr umfangreich. Unter anderem stellt sich die neue Landrätin, Kirsten Fründt (SPD), vor. Das kommt gut an bei den Jugendlichen, gerne möchten die jungen Politiker die Landrätin, die ab Februar ihr Amt antritt, in ihrem Büro besuchen. Die KiJuPa-Mitglieder machen sich lieber selbst ein Bild von der Arbeitsweise der „Neuen“.

Sie mischen sich überhaupt gerne ein und sind stolz auf ihr Antragsrecht. A propos Antragsrecht.

Auch diesmal war die Liste mit Anträgen, über die abgestimmt werden musste, wieder einmal relativ lang. Zunächst berichtet Jona Hartmann, Vorstandsvorsitzender des KiJuPa, über die Anträge, die von der Stadtverordnetenversammlung angenommen und geprüft werden. Die Erneuerung der Randmarkierung des Fußballplatzes an der Otto-Ubbelohde-Schule wird bereits von der Stadt veranlasst.

„Der Antrag des KiJuPa auf Schaukeln im Namen und an der Richtsberg-Gesamtschule wurde zurückgezogen“, verrät Friederike Könitz, Jugendbildungsreferentin.

Des Weiteren hat das KiJuPa darüber abgestimmt, der Stadtverordnetenversammlung diverse Anträge vorzulegen. Die Argumente sind klar. Eine Skatehalle wäre vor allem für das Winterhalbjahr für Skater und Biker notwendig. „Sonst müssen wir erst mal ein paar Stunden mit dem Zug in eine andere Stadt fahren, um eine Skatehalle nutzen zu können“, erklärt Lasse Gnendiger, Vorstandsmitglied und Antragsteller.

Der Fußballplatz am Hort der Barfüßerstraße „ist sehr uneben, da überall Steine liegen und der Boden sehr locker sitzt“, so Paul Schneider, ebenfalls Vorstandsmitglied. „Die Verletzungsgefahr ist dadurch einfach sehr hoch.“

Verletzungsgefahr besteht laut Jonah Frangen und Kilian Behrens, Schüler der Grundschule Michelbach auch an der Emil-von-Behring Straße ab Höhe Brunnenstraße in Richtung Innenstadt.

Fahrt zum Europaparlament nach Straßburg geplant

Sie haben in der Schule ein eigenes Video gedreht, um so ihre Argumente bildlich zu untermalen. „Durch die engen und vielbefahrenen Straßen“, so die Schüler, „ist es zu gefährlich mit dem Fahrrad dort zu fahren.“ Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) weist darauf hin, dass die Blista gegen eine Zusammenlegung von Fußgängerweg und Fahrradweg argumentieren könnte, weil Radfahrer für blinde Mitbürger zum Hindernis werden könnten.

„Ich bin aber zuversichtlich, dass die Anträge und Vorschläge angenommen werden. Es dauert zwar seine Zeit, aber am Ende passiert etwas“, erklärt der 16-jährige David Rommelspacher, Beisitzer des KiJuPa Vorstands.

Abgestimmt wurde auch darüber, welchen Projekten das KiJuPa in nächster Zeit finanzielle Unterstützung zusichern möchte. Voraussichtlich wird das Lesefest 2014 wieder mit 250 Euro, wie in den vergangenen Jahren, gefördert. Für einen bestimmten Autor haben sie sich nicht entschieden. Die Unterstützung wird sich daher auf das Fest im Allgemeinen beziehen.

Auch die hessische Kinder- und Jugendkulturwoche möchten die Jugendlichen finanziell unterstützen, über den genauen Betrag wird noch im Vorstand diskutiert.

In der Kommunalpolitik sind die jungen Mitbürger zwar schon sehr engagiert und interessiert. Dennoch soll es 2014 oder Anfang 2015 für ein paar Tage nach Straßburg gehen, um dort unter anderem Einblick in die Europapolitik zu erhalten.

von Katharina Stürzl

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