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Jugendparlament gibt Europa eine Stimme

Akademisches Sommerforum Jugendparlament gibt Europa eine Stimme

Ab heute tagt in Marburg das erste internationale Akademische Sommerforum des europäischen Jugendparlaments. Rund 100 Jugendliche aus ganz Europa werden erwartet

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Die Profi-Politiker im Europäischen Parlament als Vorbilder: Ab heute treffen sich rund 100 Jugendliche anlässlich des Akademischen Sommerforums des europäischen Jugendparlaments. Archivfoto

Marburg. Zu ersten Mal veranstaltet des europäischen Jugendparlament eine internationale Zusammenkunft im Stil der institutionellen Volksvertretung der Europäischen Union. Austragungsort des Akademischen Sommerforums ist Marburg.

Ziel der viertägigen Veranstaltung ist eine Erweiterung der Zielgruppe des Parlaments, der interkultureller Austausch mit Blick auf die Entwicklungen im europäischen Raum sowie die Förderung politischer Interessen junger Menschen. Studenten verschiedener Fachrichtungen aus rund 36 europäischen Ländern sind zu den Parlamentssimulationen eingeladen. In diesen haben die Studenten die Möglichkeit sich nicht nur mit der kulturellen Vielfalt des Kontinents auseinander zu setzen sondern ebenfalls ihre im Studium erworbenen Kompetenzen rund um europäische Themen anzuwenden.

Während der Sitzungen beschäftigen sich die Studenten in international zusammengesetzten Arbeitsgruppen mit politischen, wirtschaftlichen und ethischen Fragestellungen zu der Zukunft von Forschung und Innovation im europäischen Kontext und entwickeln Visionen eines zukunftsfähigen Europas. Organisator der Konferenz ist der Verein Europäisches Jugendparlament in Deutschland in Kooperation mit der Stadt Marburg und der Philipps-Universität.

Das Marburger Sommerforum steht unter dem Leitgedanken „Europa leben, Europa denken, Europa verstehen - ein Europa der Vielfalt erfahren“. „Wir sind uns bewusst, dass wir „nur“ eine Simulation darstellen. Doch wir wollen die Funktion der EU verständlicher machen, das politische Interesse junger Menschen fördern und ein Bewusstsein für mehr Demokratie schaffen“, beschreibt die Projektleiterin Laura Thiemt das Konzept der Veranstaltung. Die Studentin aus Marburg brachte das Forum in die Universitätsstadt.

Zu der Veranstaltung werden rund 100 Studierende zwischen 18 und 27 Jahren erwartet. Im Rahmen des Forums stellt die Philipps-Universität den Delegierten eigene Seminarräume zur Verfügung. Verschiedene formelle Ausschüsse drehen sich um Themen wie Kultur, Soziales und Bildung, auswärtige Angelegenheiten, Recht oder Industrie.

Die Teilnehmer erarbeiten in den Ausschüssen gemeinsame Ziele und setzen sich mit aktuellen europapolitischen Themen auseinander, mit dem Schwerpunkt Innovation und Forschung. Die Ergebnisse der Teams sollen in einer englischsprachigen Resolution zusammen gefasst werden. Höhepunkt des Forums ist die Parlamentarische Vollversammlung am Freitag, bei der die Studierenden in englischer Sprache und nach den zeremoniellen Regeln des Europäischen Parlaments ihre erarbeiteten Ziele und Standpunkte untereinander debattieren und verteidigen.

Die Ergebnisse des Forums werden in Form von Abschlussberichten und Resolutionsdokumenten zusammen gefasst und an das Europäische Parlament, den Deutschen Bundestag sowie zahlreiche Partner des Forums übermittelt. „Die Auseinandersetzung mit Europapolitik und die Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg macht das Internationale Akademische Sommerforum zu einem Ort Europäischer Identität und politischer Partizipation“, teilen die Veranstalter mit.

von Ina Tannert

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