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Einbrüche

Jeder dritte Einbruch scheitert

Während der Sommerferien stehen auch im Landkreis viele Häuser oft wochenlang leer. Dennoch ist die Zahl der Einbrüche noch nicht merklich gestiegen.

Diese Fenster sind verschlossen, der Einbrecher muss sich also etwas mehr ins Zeug legen, um in das Wohnhaus einzusteigen. Jeder dritte Einbruch scheitert im Versuchsstadium.

© Archivfoto
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Marburg. Im Jahr 2009 wurde in Hessen in 8.573 Fällen in Wohnungen und Häuser eingebrochen. „In Marburg ist die Anzahl an ‚Tageswohnungseinbrüchen‘ seit Jahren auf einem relativ niedrigen Niveau“, erklärt Martin Ahlich von der Polizei Marburg. Eine signifikante Steigerung sei nicht zu verzeichnen. Natürlich erhöhe sich das Risiko im Sommer, da die Menschen gerade bei hohen Temperaturen häufig über Tag die Fenster offen lassen.

„Auch gekippte Fenster sind offene Fenster, daran muss man immer denken“, erinnert Ahlich. Jede Art von Sicherung an Fenster oder Türen koste einen potenziellen Einbrecher Zeit, die er am Tag nicht hat, wie der Polizeisprecher erklärt.

Besondere Maschen von Einbrechern, die sich beispielsweise als Paketboten ausgeben, um zu erfahren, ob eine Familie im Urlaub ist, seien bei der Polizei Marburg bislang nicht bekannt geworden.

„Wichtig ist, wenn ich in den Urlaub fahre, dass ich es nicht überall publik mache“, so Ahlich. Er warnt davor, beispielsweise den Anrufbeantworter mit einem Text zu besprechen, der bekannt gibt, dass man verreist ist. Zudem sei es hilfreich, die Jalousien in unregelmäßigen Abständen, beispielsweise mit einer Automatik, hoch und runter zu lassen.

„Das Wichtigste aber ist immer, die Nachbarn zu verständigen“, betont Ahlich. Diese könnten einerseits die Post aus dem Briefkasten holen und andererseits ein Auge auf Haus und Grundstück haben. „Es geht nichts über ein wachsames Nachbarauge“, ist sich Ahlich sicher.

Nach seinem Gefühl habe es bisher aufgrund der Urlaubszeit jedoch keine vermehrten Einbrüche in Marburg und im Landkreis gegeben. Die Polizei rät dennoch jedem, möglichst viele Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Einbrechern keine Möglichkeit zu bieten. „Denn Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, so Ahlich.

Auch das Landeskriminalamt (LKA) gibt für die Urlaubszeit spezielle Hinweise und Empfehlungen heraus. Denn: Mehr als jeder dritte Einbruch (39,6 Prozent) scheitert mittlerweile und wird im Versuchsstadium abgebrochen, weil Haus- und Wohnungsbesitzer es den Einbrechern schwer gemacht haben. Im Jahr 2009 waren das in Hessen 3.391 versuchte Wohnungseinbrüche. Einbrecher geben ihr Vorhaben schnell auf, wenn sie merken, dass sie Zeit aufwenden müssen, um in ein Haus hinein zu kommen. Aus diesem Grund ist jede Vorkehrung sinnvoll, die dem Einbrecher sein Vorhaben erschwert. Leicht erreichbare Fenster sollten zusätzlich durch mechanische Einrichtungen gesichert werden. Mehrfachverriegelungen an Haus- und Wohnungstüren bieten zusätzlichen Schutz.

Für die Urlaubszeit gibt das LKA folgende Tipps:

Täuschen Sie Anwesenheit vor. Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, den Briefkasten zu leeren. Sie können auch den Lagerservice der Post nutzen.

Lassen Sie Lampen mittels Zeitschaltuhr regelmäßig anschalten oder bitten Sie Nachbarn darum. Genauso sollten die Rollläden regelmäßig geschlossen und geöffnet werden.

Falls Sie eine Alarmanlage besitzen, informieren Sie Nachbarn, wenn Sie längere Zeit abwesend sind und geben Sie eine Erreichbarkeit an.

Sprechen Sie keinesfalls auf Ihren Anrufbeantworter eine Nachricht, dass Sie sich im Urlaub befinden.

Sparbücher, Schmuck und Dokumente sollten in einem Tresor aufbewahrt oder bei der Bank eingeschlossen werden.

Kündigen Sie den Urlaub nicht in Social Communities an und stellen Sie dort keine aktuellen Urlaubsberichte ein.

An den Flughäfen lauern Einbrecher und schauen auf Kofferanhängern nach Adressen, wo sich ein Einbruch wegen Abwesenheit lohnen könnte. Verwenden Sie deshalb zusammenklappbare Anhänger, damit Ihre Wohnanschrift nicht für jeden sichtbar ist.

Weitere Tipps finden Sie auch auf der Internetseite www.polizei-beratung.de. Sie finden dort auch ein „Interaktives Haus“, das Ihnen zeigt, wo Schwachstellen an Ihrem Haus sein könnten und wodurch sich Tatgelegenheiten für Täter vermeiden. Auf der Internetseite www.nicht-bei-mir.de finden Sie eine Checkliste zur Haussicherung vor dem Urlaub.

von Tanja Hamer


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  • Einbrüche Marco – 30.07.10
    DIe bessere Überschrift wäre meiner Meinung nach: Zwei von drei Einbrüchen gelingen. Das finde ich sehr erschreckend. Dafür habe ich Sicherheitsfenster und Schlösser. Also liebe Einbrecher: Bei mir braucht ihr es nicht probieren! ;-)

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