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Jeder Marburger mit 34.000 Euro in den Miesen

Schuldenfalle Jeder Marburger mit 34.000 Euro in den Miesen

Die Schulden der öffentlichen Hand steigen rasant an. Es geht um oft unvorstellbare Millionensummen. Rein statistisch steckt auch jeder einzelne Bürger immer tiefer in der Kreide.

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Die Verschuldung der Landkreise ist hoch und es gibt kaum Ausicht auf Besserung.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Mit stattlichen 33.823 Euro öffentlichen Schulden ist jeder Marburger dabei. Die Summe setzt sich aus Verbindlichkeiten von Bund, Land, Landkreis und Kommune zusammen. Und sie steigt unaufhörlich.

Das trifft bis auf Ausnahmen, auf nahezu alle Landkreis-Gemeinden zu. Einwohner von Gladenbach, Rauschenberg oder Münchhausen stecken noch tiefer in der Kreide, wer in Dautphetal oder Ebsdorfergrund lebt, hat im Vergleich zu den Marburgern weniger Schulden am Hals.

Die finanzielle Situation von Gemeinden wie Rauschenberg wird immer brisanter. Sie verlieren ständig an Einwohnern, haben trotzdem die gleichen Kosten, was Infrastruktur wie Straßen, Abwasserleitungen oder Kindergärten angeht.
Rauschenbergs Bürgermeister Manfred Barth (SPD) macht außerdem die gesetzliche Situation verantwortlich: „Seit Jahren müssen wir mehr Geld als Umlage an den Kreis zahlen, als wir vom Land bekommen.“

Das System von sogenannten Schlüsselzuweisungen und Kreisumlagen verschiebe sich immer mehr zu Ungunsten der ohnehin gebeutelten Gemeinden. „Irgendwann werden die Gemeinden zahlungsunfähig. Das System droht vor die Wand zu fahren“, befürchtet Barth. Bessere Finanzausstattung, Einsparungen und Synergien durch eine Gebietsreform könnten die Situation entspannen.

von Axel Ehrlich

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