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"Jagd ist schonender Umgang mit der Natur"

Jägertag "Jagd ist schonender Umgang mit der Natur"

Beim Bundesjägertag in Marburg gab es nach einer Hubertusmesse Grußworte und Diskussionen über die Jagd.

Marburg. Am vergangenen Freitag fand im Marburger Kongresszentrum der Bundesjägertag statt. Delegierte aus 15 Landesjagdverbänden trafen sich in der Universitätsstadt, um wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu besprechen. Sowohl der Eindruck, den die Jäger von Marburg hatten, als auch das Fazit über die Versammlung fielen positiv aus.

„Ich freue mich, dass der diesjährige Bundesjägertag in Marburg stattfindet, in einer reizvollen Stadt mit einer wunderschönen Landschaft und Umgebung“, sagte Hartwig Fischer, Präsident des deutschen Jagdschutzverbandes (DJV). Auch die Worte des Staatssekretärs des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Robert Kloos, fielen ähnlich positiv aus: „Ich freue mich, in einer Stadt zu sein, die es versteht, Tradition zu wahren. Marburg setzt sich aktiv für Integration und kulturelle Vielfalt ein. Und da es Aufgabe von Jägern ist, die Vielfalt der Arten zu erhalten, passt es, dass der Bundesjägertag dieses Jahr in Marburg stattfindet.“ Feierlich eröffnet wurde die Veranstaltung bereits am Donnerstag mit einer traditionellen Jägermesse in der Elisabethkirche, die musikalisch untermalt wurde von Bläsern und Sängern.

Lucia Puttrich, hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hob die langjährige Präsidentschaft des ehemaligen Marburger Oberbürgermeisters Dietrich Möller hervor: „Sie verdienen es, heute hier zu sein. Die 24 Jahre, in denen Sie Präsident des Landesjagdverbandes Hessen waren, sind von einer guten Zusammenarbeit der hessischen Landesregierung und dem Jagdverband geprägt. Sie ist deshalb so gut, weil sie auf Vertrauen basiert und weil man sich stets gegenseitig zuhört.“ Puttrich fand im Verlauf ihrer Rede auch die Worte, die Jäger aus ganz Deutschland hören wollten: „Über Dinge, die man selber kennen gelernt hat, urteilt man anders, als über etwas, was man irgendwo mal gehört hat. Die Jagd ist Naturschutz und Jäger erfüllen wichtige Aufgaben. Mit viel Sachverstand, der auf Erfahrung aufbaut, erfüllen sie einen wichtigen Beitrag für unsere Natur.“ Diese Worte schien dem Präsidenten Fischer sehr zu gefallen, da er die Rede Puttrichs als „Balsam für die Seelen“ bezeichnete.

Zudem wurden wichtige Themen angesprochen: Eines davon ist die Forderung nach einer bundeseinheitlichen Regelung für den Einsatz von Blei in Büchsenmunition. Ziel von Politik und Verbänden sollte es sein, in den nächsten Jahren die Entwicklung innovativer Jagdmunition zu unterstützen, um die Lebensmittelqualität von Wildbret zu verbessern und dem Tier- sowie dem Umweltschutz stärker Rechnung zu tragen. „Wildbret ist ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Lebensmittel, das Jäger in Deutschland gewinnen und vermarkten. Dazu benötigen wir aber ein Handwerkzeug, auf das wir uns verlassen können“, sagte Fischer.Mit der Kampagne „Fakten statt Vorurteile“, möchte der DJV zudem Aufklärungsarbeit betreiben. „Das Bambi-Syndrom findet sich insbesondere bei jüngeren Menschen aus dem urbanen Bereich: Tiere töten und Bäume fällen sind per se schädlich. Dabei sind Jagd und Forstwirtschaft Paradebeispiele für den schonenden Umgang mit der Natur“, sagte der Pressesprecher des DJV Torsten Reinwald. Die Natur regele sich selbst, aber der Mensch sei nun einmal Teil der Natur. Für ein Gleichgewicht im Ökosystem ist daher auch die Jagd ein wichtiger Faktor.

von Matthias Weber

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