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„Ja“ zu Marbacher Baugebiet steht auf der Kippe

"Auf der Eich" „Ja“ zu Marbacher Baugebiet steht auf der Kippe

Das Hickhack zwischen Magistrat, Eigentümer und Ortsbeirat um die Bebauung des Grundstücks „Auf der Eich“ in der Marbach geht weiter.

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Die Zukunft des Fachwerk-Denkmals in der Brunnenstraße hängt laut dem Haus- und Grundstückseigentümer direkt mit der Entwicklung des Baugebiets „Auf der Eich“ zusammen: Nur wenn es ihm erlaubt werde, in der oberen Marbach bauen zu lassen, habe er genug Geld für den kompletten Wiederaufbau des Gebäudes in der unteren Marbach. Archivfoto

Quelle: Nadine Weigel

Marbach. Ortsvorsteher Dr. Ulrich Rausch legte dem Gremium einen Entwurf vor, der ihm vom Magistrat zugeleitet worden sei.

„Dieser sieht die bauliche Siedlungsentwicklung im Stadtteil als abgeschlossen an“, sagt Rausch. Die Stadtspitze habe dabei eine Reihe an Punkten aufgeführt, die zur Aufhebung des in der Vergangenheit gefassten Bebauungsbeschlusses führen würden.

Der Ortsbeirat stehe jedoch weiterhin zu dem Beschluss von 2014, was er in einer Stellungnahme an den Magistrat deutlich machte. Demnach habe der bisherige Ortsbeiratsbeschluss zur Bebauung „weiterhin Gültigkeit und der Ortsbeirat unterstütze den Wunsch nach mehr Bauplatz“, sagt Rausch. Ausdrücklich auch zur finanziellen Entlastung der Grundstücksbesitzer.

Man nehme den Entwurf des Magistrats zur Kenntnis und wünsche sich einen raschen Abschluss des Themas, welches bereits über Jahrzehnte diskutiert würde, erklärte Rausch.

Die Stellungnahme wurde vom Ortsbeirat beschlossen. Zwar halte der Ortsbeirat damit an seinem Bebauungsbeschluss fest, führte Rauch aus, gebe aber die Verantwortung an den Magistrat ab, der durch die Expertise seiner Fachdienste die Situation der Bebauung besser beurteilen könne.

Durch diese Stellungnahme liege die Entscheidung jetzt beim Magistrat. Der Ortsbeirat wolle nicht für die spätere Entwicklung und eventuelle Fehler bei der Bebauung des Abschnitts „Auf der Eich“ verantwortlich gemacht werden, erklärte Rausch.

In einem Gespräch mit der OP bezeichnete der Eigentümer des Baugrundstücks es als „unmenschlich“, wie lange es dauere, bis Beschlüsse gefasst würden. Die Situation, die sich schon über mehrere Jahre erstrecke, sei „schlimm“ und stelle eine „finanzielle Existenzbedrohung“ für ihn dar.

Mit der Zukunft des Grundstücks hängt auch der Wiederaufbau des bei einem Brandanschlag zerstörten Fachwerkhauses in der Brunnen-straße zusammen.

Dessen Eigentürmer ist der Besitzer des Baulands „Auf der Eich“. Es gebe zu der Sanierung des Ende des 19. Jahrhunderts gebauten Gebäudes derzeit keine Neuigkeiten, sagte Rausch. Der Besitzer versprach auf OP-Nachfrage, dass „eine geplante Maßnahme bald das gesamte Gelände wieder in Ordnung bringen soll“.

  • Hintergrund: Im Frühjahr deckte die Stadt mit öffentlichen Mitteln das Denkmal ab, um es vor weiteren Witterungsschäden zu schützen.

von Michael Hahn
und Björn Wisker

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