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Irische Landfahrer bleiben noch bis Samstag

Irische Landfahrer bleiben noch bis Samstag

Seit Mittwoch campieren mehrere Dutzend so genannte „Irische Landfahrer“ auf dem Afföllergelände.

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Irische Landfahrer campieren zur Zeit auf dem Messeplatz 
Afföller.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die 40 bis 50 Gespanne kamen am Mittwochabend aus Richtung Gießen an. Laut Auskunft der städtischen Pressestelle haben sie beim Fachdienst Grundstücksverkehr darum gebeten, bis zum Wochenende bleiben zu dürfen. Dieser Bitte kam die Stadt nach.

Am Donnerstag wurde ein Müllcontainer gegen Bezahlung der Nutzer in bar auf dem Gelände aufgestellt, teilte Pressesprecherin Sabine Preisler weiter mit.

Vor allem im Sommer sorgten irische Landfahrer, wie sie jetzt am Afföller campieren, in hessischen Städten für Aufregung. In Südhessen sorgten Gruppen für Ärger, es gab heftige Beschwerden wegen Ruhestörungen, Vermüllung, Zechprellereien und Kneipenschlägereien.

In Ginsheim-Gustavsburg (Kreis Groß-Gerau) etwa waren es 600 Menschen, die sich für einige Tage hier niederließen. Laut Polizeisprecher Martin Ahlich gab es in Marburg bisher keine Zwischenfälle, Polizei und Ordnungspolizei beobachten die Situation.

Die irischen Landfahrer, die sich selbst Traveller (Englisch für „Reisende“) nennen, sind ein Nomadenvolk mit Wurzeln in Irland. Etwa 30.000 der überwiegend streng katholischen Traveller leben bis heute in Irland, einige tausend auch in Nordirland, Großbritannien und den USA.

Die soziale Situation der Traveller ist prekär. Viele Kinder 
erhalten kaum Schulbildung, die Arbeitslosigkeit lag 2010 nach offiziellen Angaben bei 
84 Prozent. Gelegentlich ziehen irische Landfahrer auch durch Deutschland.

 
 
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