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Intensive Suche hat ein Ende

Leiter der UKGM-Werksfeuerwehr Intensive Suche hat ein Ende

Er ist gradlinig, ein Organisationstalent und absoluter Fachmann: In Reinhold Bonacker hat das UKGM nach langer Suche ihren Leiter für die Werksfeuerwehr gefunden.

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Reinhold Bonacker übernimmt am 15. August die Leitung der UKGM-Werksfeuerwehr auf den Lahnbergen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Am 15. August soll der bisherige Stadtbrandinspektor von Kirchhain nach zuverlässigen OP-Informationen seine neue Stelle am Universitätsklinikum Marburg-Gießen (UKGM) auf den Lahnbergen antreten. Damit endet eine intensive Suche nach einem Leiter der vom Regierungspräsidium in Gießen geforderten Werksfeuerwehr, der zugleich die Gesamtverantwortung für den Brandschutz hat.

Verhandlungen mit zwei Kandidaten blieben erfolglos

Kliniksprecher Frank Steibli wollte die OP-Informationen offiziell nicht kommentieren. Das UKGM hüllt sich noch in Stillschweigen, die Entscheidung ist aber gefallen. Auch Reinhold Bonacker war zu einer Stellungnahme noch nicht bereit.

Bereits zum Jahreswechsel hätte die Stelle besetzt sein sollen. Verhandlungen mit zwei Kandidaten, die in der engeren Auswahl standen, waren jedoch gescheitert.

Das Regierungspräsidium in Gießen hatte die Betriebserlaubnis für das UKGM an die Einrichtung einer Betriebsfeuerwehr geknüpft. Neben einem hauptamtlichen Feuerwehrmann sollen sechs weitere Einsatzkräfte rund um die Uhr verfügbar sein. Diese stammen aus dem Belegschaft des UKGM, von der mehr als 70 Männer und Frauen bei einer Befragung Interesse an einer Mitarbeit bekundet hatten. 40 von ihnen hatten bereits eine Qualifikation als Feuerwehrmann oder -frau. Der Rest wurde in Zusammenarbeit mit den freiwilligen Feuerwehren in Marburg fortgebildet.

Entlastung für die Marburger Feuerwehr

Ziel ist es dabei nicht, dass jeder Brand aus eigener Kraft gelöscht werden kann. Im Ernstfall soll sich die Werksfeuerwehr einen möglichst schnellen Überblick über die Lage verschaffen und Zeit gewinnen, bis die Wehren aus der Stadt auf den Lahnbergen angekommen sind.

Entlastet wird durch die UKGM-Werksfeuerwehr die Marburger Feuerwehr, die auch weiterhin parallel alarmiert wird. Durch die räumliche Distanz zu den Lahnbergen konnte die gesetzliche Frist von zehn Minuten bis zum Eintreffen der Wehren am Einsatzort nur durch zusätzlichen Aufwand eingehalten werden.

2013 hatte es insgesamt 54 Alarmierungen gegeben, zu denen die Feuerwehr auf die Lahnberge ausrücken musste. 32 Einsätze davon betrafen das Klinikum und seine Liegenschaften. Ein Großteil der Alarmierungen stellten sich jedoch als Fehleinsätze oder kleinere Ereignisse. Die UKGM-Werksfeuerwehr soll hier in Zukunft Entlastung schaffen und damit auch Kosten einsparen.

von Andreas Arlt

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