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Initiativen-Gründer kontra Steg-Anbau

Brücken-Umbau Initiativen-Gründer kontra Steg-Anbau

Der bevorstehende Umbau der Weidenhäuser Brücke sorgt für Kritik. Pascal Reisen (23) hat eine Initiative gegründet, um Details der Sanierungspläne zu überarbeiten.

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Pascal Reisen sieht einen Fahrrad-Steg an der Weidenhäuser Brücke skeptisch und gründete eine Initiative für eine Überarbeitung der lange beschlossenen Sanierungs-Pläne.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. Hauptkritik des Marburgers ist der geplante Anbau eines Fahrrad-Stegs an einer Seite der alten Brücke (Nordseite, Richtung Mensa). Speziell das vorgesehene moderne Geländer werde „das historische Bild des Bauwerks zerstören“ und zudem auch das Altstadt-Ambiente beeinträchtigen.

„Wir müssen aufpassen, dass wir in dieser Stadt, die von ihrer Geschichte lebt, nicht immer mehr an den Erinnerungsstücken und Denkmälern sägen“, sagt er. Jedoch: Magistrat und Stadtparlament haben bereits vor einem Jahr Fakten geschaffen, die Pläne als einen Kern der Umge­staltung des gesamten Areals abgesegnet. Die Kosten – samt Steg-Anbau – sollen sich auf 4,3 Millionen Euro belaufen (OP berichtete).

Reisen weiß das, will die Debatte neu, „nochmal breiter, außerhalb von politischen Gremien“ neu anstoßen. Vielen seien „doch Ausmaß und konkretes Aussehen der Umgestaltung von Brücke und Rudolphsplatz gar nicht bekannt. Dann stehen irgendwann die Bagger dort und der Unmut kommt hervor“, sagt er. Die Sanierung der Brücke hält er für „richtig und wichtig“, den Steg jedoch für einen „unpassend modernen Fremdkörper“. Er favorisiert ein „historischer angehauchtes Sanierungskonzept“.

Doch neben Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) – der Steg und Geländer bei der Projektvorstellung im Sommer 2014 als „aus der Ferne quasi unsichtbar“ beschrieb – warb auch die Opposition, etwa Stefan Schartner (FDP), für den Steg-Plan: „Der Radverkehr, wie er jetzt an diesem Knotenpunkt läuft, ist nicht hinnehmbar.“ Das Vorhaben sei „eine Verbesserung für Radfahrer“.

von Björn Wisker

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