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Info-Flut ist für Patienten schwer zu überblicken

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Info-Flut ist für Patienten schwer zu überblicken

Multiple Sklerose, Krebs, Diabetes, Depression. Und was nun? Diagnosen treffen nicht nur, sie werfen oft viele Fragen bei den Betroffenen und ihren Angehörigen auf.

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Der Info-Guide der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) stellt die multimedialen Veröffentlichungen für MS-Erkrankte übersichtlich vor.

Quelle: DMSG

Marburg. Eine erste schnelle Recherche im Internet macht nicht unbedingt schlauer, vielleicht beunruhigt sie vielmehr, als dass sie hilft. Die großen Selbsthilfe- und Fachgesellschaften bieten nicht nur lokale Ansprechpartner, sondern auch eine Fülle an Informationen. Diese gibt es mehr oder weniger gut sortiert im Internet nachzulesen, zum Herunterladen oder als Broschüre zu bestellen.

Ratgeber: Multiple Sklerose

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zum Beispiel gibt in der neusten Auflage ihres Info-Guides einen Überblick über ihr Angebot an Ratgebern. In den einzelnen Unterkapiteln stellt die DMSG die Publikationen vor, zur Gesellschaft selbst, Basis- und Spezialwissen zur Krankheit, Neuigkeiten aus Forschung und Therapie sowie zur Selbsthilfe im Alltag.

Ein Mix aus digitalen Angeboten, Magazinen und Broschüren richtet sich an Neuerkrankte genauso wie an Angehörige und Menschen, die ihr Wissen zu Multipler Sklerose (MS) vertiefen wollen. Den Info-­Guide können Interessierte online auf www.dmsg.de bestellen.

Unter www.dmsg-hessen.de gibt es auch Informationen zu den Treffen der Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf. MS ist eine chronisch entzündliche Krankheit des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Multiple Sklerose kann sehr unterschiedlich verlaufen, deshalb wird sie auch die Krankheit mit den tausend Gesichtern genannt.

Ratgeber: Krebs

Bei Krebs hingegen unterscheidet man sehr viele Arten der Krankheit. Einen Überblick über das eigene Infomaterial und die Broschüren anderer Anbieter samt Bestelladressen verschafft der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums online auf www.krebsinformationsdienst.de im Kapitel „Wegweiser“.

Dort gibt es unter anderem die vielen „Blauen Ratgeber“ der deutschen Krebshilfe. Den Krebsinformationsdienst können Betroffene auch telefonisch unter 0800-4203040 oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de erreichen. Eine lokale Anlaufstelle finden Krebserkrankte in Marburg beim Verein Leben mit Krebs Marburg. Der Verein bietet medizinische Beratung und Austausch mit anderen Betroffenen.

Ratgeber: Diabetes

Eine übersichtliche Auswahl an Informationen zu Diabetes bietet die Deutsche Diabetes Hilfe zum Download auf www.diabetesde.org. Neben Wissenswertem zur Krankheit gibt es dort auch Checklisten, Ernährungsratgeber sowie Nährwerttabellen, Vordrucke und Formulare wie den Diabetes-Pass. Auf der Homepage findet sich auch der Diabetes-Dolmetscher, die die wichtigsten Begriffe in neun Sprachen übersetzt: Arabisch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Polnisch und Portugiesisch.

Ratgeber: Depressionen

Bei Depressionen stehen viele Patienten „einem unüberschaubaren Dickicht an oft unseriösen Informationen“, einem regelrechten „Dschungel der Angebote“ gegenüber, teilt das Marburger Bündnis gegen Depressionen mit. Das Bündnis hat es sich zur Aufgabe gemacht, dabei zu helfen und bietet Info-Veranstaltungen, Schulungen und Beratung per E-mail oder telefonisch an.

Auf der Homepage www.bündnis-gegen-depression-marburg.de finden sich Informationen über Depressionen, mögliche Warnsignale, Videos, häufig gestellte Fragen, Buchempfehlungen und Anlaufstellen. Der Vorsitzende des Vereins, Professor Tilo Kircher hält außerdem am 30. März um 18 Uhr im Audimaxgebäude in Marburg eine Bürgervorlesung zum Thema „Ich kann nicht mehr – Burn Out und Depression“.

von Philipp Lauer

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