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Industrie-Areal wird umgewidmet

Intensivierung des Wohnungsbaus Industrie-Areal wird umgewidmet

Der Magistrat treibt den Wohnungsbau in der Universitätsstadt voran. Um die Entstehung neuer Apartments in der Innenstadt zu ermöglichen, werden alte Bebauungspläne geändert.

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Umgeben von Tankstellen, dem Stadion des VfB Marburg und der Anskar-Kirchengemeinde könnten auf diesem Grundstück an der Gisselberger Straße Wohnungen gebaut werden.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. Entlang der Gisselberger Straße soll nun eine­ weitgehend brachliegende Fläche für den Wohnungsbau ausgewiesen werden. Das rund 17.000 Quadratmeter umfassende Areal - das von Sportflächen umgeben ist - soll statt Gewerbe- künftig Mischgebiet sein. Diese Umwidmung werde „dringend benötigt“, um die Wohnungsnot in der Innenstadt zu lindern, heißt es von Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne).

Für die Umsetzung dieses Plans weise der Bereich eine „gute Eignung“ auf. Aus mehreren Gründen: Die räumliche Nähe zur Innenstadt und Schulviertel in der Leopold-Lucas-Straße, die gute Verkehrsanbindung ins Zentrum, die nahegelegene Lahn samt Rad- und Wanderweg als Naherholungsgebiet sowie die Sportangebote im Georg-Gaßmann-Stadion.

Dass die Änderung des Bebauungsplans ohne größere Probleme möglich sein sollte, hänge auch damit zusammen, dass es in der Gegend bereits Wohnungen gebe und der Gebiets­charakter nicht massiv verändert werde.

Potenzial von 2000 Wohneinheiten

Aus dem innerstädtischen Baulückenmangel, den die Stadtverwaltung im Zuge einer Wohnraumanalyse vor zwei Jahren feststellte, resultierte die Entscheidung, vorrangig innerstädtische Gewerbe- und ­Mischbauflächen umzuwidmen. Ein Potenzial von 2000 Wohneinheiten sind aus Sicht der Stadtplaner auf diesem Weg möglich.

Neben dem Bereich Gissel­berger Straße/Willy-Mock-Straße, gibt es ähnliche „Umwidmungs- und Wohnungsbau-­Ermöglichungspläne“ in der Frauenbergstraße/Temmlerstraße, am Höhenweg, im Bereich Waldtal/Fuchspaß und auch auf dem Hasenkopf.

Zuletzt flackerte auch eine mögliche Wohnungsbebauung auf den Lahnbergen als Diskussion in der Kommunalpolitik wieder auf. Der Magistrat lehnt diese Idee seit Jahren ab, um keinen künstlichen SatellitenStadtteil entstehen zu lassen. Je nach Verlauf der Flüchtlingszahlen könnte auch die Erstaufnahmeeinrichtung in Cappel künftig Wohngebiet werden.

von Björn Wisker

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