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"In dieser Stadt ist jeder willkommen"

Neujahrsempfang des Ausländerbeirats "In dieser Stadt ist jeder willkommen"

Jeder sechste Mensch in Marburg hat eine Migrationsgeschichte. Der Ausländerbeirat fördert das interkulturelle Miteinander in Marburg nach Kräften.

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Saeed Behnam (von links), Ahmad Barati und Ghasem Malak unterhielten die Gäste des Neujahrsempfangs mit einem Musikbeitrag.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Beim Neujahrsempfang des Ausländerbeirats stellte die Vorsitzende Goharik Goreyan die Leitgedanken des Gremiums vor, das im vergangenen Jahr neu gewählt worden ist. Integration, interkulturelles Miteinander, Gerechtigkeit und ­demokratische Werte stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Ausländerbeirats, sagte sie. Die Bereitschaft zum Dialog ist dabei Grundvoraussetzung, ergänzte Beiratsmitglied Aylin Yüzgülen. Man wolle in Marburg noch mehr die Erkenntnis durchsetzen, dass Diversität eine Bereicherung für die Stadtgesellschaft sei.

Dr. Nkechi Madubuko berichtete in diesem Zusammenhang, dass der Ausländerbeirat Mehrsprachlichkeit unterstütze, etwa durch muttersprachlichen Unterricht. Einen Teil des Budgets verwende der Ausländerbeirat, um die kostenlose Rechtsberatung für Ausländer, unter anderem auch für Flüchtlinge, zu finanzieren. „Wir agieren als Partei in Sachen Demokratie und ermutigen Geflüchtete, aktiv zu werden.“

Die gewachsene Rolle des ­Ausländerbeirats wird außerdem dadurch deutlich, dass das Gremium neu im Beirat ­der Volkshochschule Marburg vertreten ist.

Stadt sucht nach geeigneten Räumlichkeiten, um dem Andrang besser Herr zu werden.

Marburgs Oberbürgermeister­ Dr. Thomas Spies nutzte die ­Gelegenheit, um zu betonen, „in dieser Stadt ist jeder willkommen und soll sich hier wohlfühlen.“

Spies ging in diesem Zusammenhang auch auf die Kritik an der Ausländerbehörde (die OP berichtete) ein. Bei etwa 15.000 Fällen, die die Behörde zu bearbeiten habe, gehe auch einmal etwas schief. Einige Kunden würden nicht verstehen, wenn Menschen aus der Europäischen Union in Fragen des Aufenthaltsrechts anders behandelt würden etwa als Geflüchtete aus Asien oder Afrika.

Die angespannte Personalsituation werde sich aber entspannen, zudem sucht die Stadt nach geeigneten Räumlichkeiten, um dem Andrang besser Herr zu werden. „Wenn Sie dennoch Kritik haben, dann bitte ich darum, dass Sie zu mir kommen und es mir sagen, damit Missstände abgestellt werden können.“

von Till Conrad

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