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In Marburg entstehen 300 neue Sozialwohnungen

Wohnungsnot In Marburg entstehen 300 neue Sozialwohnungen

Das Land zahlt in den kommenden drei Jahren jeweils 8 Millionen Euro, damit in Marburg insgesamt 300 neue Sozialwohnungen entstehen können.

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Quelle: Archivbild

 Wie Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) mitteilte, haben sich die Stadt, das Wirtschaftsministerium, die WI-Bank und die Wohnungsbaugesellschaft GWH auf  das Millionenprogramm geeinigt.
„Damit sind wir in der Lage, zusätzlich zentrumsnahen Wohnraum anzubieten“, freut sich Vaupel. Offiziell will Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) das Programm erst in drei Wochen vorstellen.
Es kostet das Land nach bisher vorliegenden Informationen 24 Millionen Euro, die Stadt Marburg würde sich mit 4,5 Millionen Euro (15 000 Euro pro Wohnung) an dem Programm beteiligen.
Mit dem geplanten Neubau verbunden sind Wohnverdichtungen im Innenstadtbereich, die in der Vergangenheit gelegentlich für politischen Streit in Marburg gesorgt haben – Vaupel will mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren eine möglichst breite Zustimmung für dieses Projekt erhalten.

Stadt bereitet  Wohnraumanalyse vor

Der Bau von 300 zusätzlichen Sozialwohnungen wäre der größte Schritt zur Befriedigung des Bedarfs an günstigem Wohnraum. Er wird auf mindestens 1 000 Wohnungen geschätzt.
Der „Runde Tisch Wohnungsnot“, der sich im Frühjahr gegründet hat, sucht deswegen nach – auch kurzfristigen – Lösungen. Ergebnisse hat der Runde Tisch mit seinen unterschiedlichen Arbeitsgruppen bislang noch nicht vorgelegt.
Die Stadt bereitet unterdessen die Veröffentlichung einer Wohnraumanalyse vor, die Aufschluss über vorhandenen Wohnraum und über Entwicklungsziele geben soll.  Der Fachbereich Geografie hat außerdem zugesagt, die Effekte auf die einzelnen Wohnquartiere durch die jeweilig angedachten Maßnahmen zu untersuchen. Dies teilte Vaupel der OP mit.

Wohnungen im Bahnhof und in der Gutenbergstraße

Als „Soforthilfe“ angesichts des nach wie vor angespannten Wohnungsmarkts und einer zum Wintersemester weiter steigenden Studierendenzahl schaffen Studentenwerk und Stadt derzeit 83 Plätze für Studierende: 34 in der Ritterstraße – die Stadt bezuschusst den Umbau des Gebäudes mit 10 000 Euro pro Wohnung – und 49 im Max-Kade-Haus im Studentendorf, das bis April 2014 fertiggestellt sein soll.
Die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobau baut zudem derzeit den Kilian um und investiert 350 000 Euro in den Bau von Studentenwohnungen im Hauptbahnhof.
Zwei weitere Projekte sind laut Vaupel in Vorbereitung: Wohnraum für 50 Personen soll durch einen Neubau auf dem Gelände des früheren Arbeitsgerichts in der Gutenbergstraße entstehen, weitere 80 Plätze durch ein weiteres Wohnheim im Studentendorf. „Mit in Bau befindlichem Wohnraum für 170 Personen und weiterem Wohnraum für 130 Personen in Vorbereitung macht die Stadt einen großen Schritt zur Deckung des Wohnraumbedarfs“, sagt Vaupel, der darauf verweist, dass sämtliche Wohnungen „zentrumsnah“ entstehen. Die Stadt investiert in die genannten Bauvorhaben 1,9 Millionen Euro.

1,5-Millionen-Programm kommt nicht an

Nur wenig Resonanz erfuhr das 1,5-Millionen-Programm der Stadt zur Schaffung günstigen Wohnraums durch Privatleute. Die Idee, die dahintersteckt: Privatleute erhalten einen Zuschuss, wenn sie Wohneigentum so umbauen – etwa durch Abtrennung eines Wohnraums, Bau einer Nasszelle und vielleicht eines separaten Eingangs –, dass er vermietet werden kann.  Bislang gab es, wie Vaupel auf Anfrage mitteilte, lediglich 10 private Anfragen, aber noch keine Verabredungen.  Er kündigte an, dass die Stadt noch einmal intensiv für dieses Programm werben werde.

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