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In Kenia ersetzen Solarlampen gefährliche Öllichter

Afrika-Festival In Kenia ersetzen Solarlampen gefährliche Öllichter

In den Tropen Afrikas sind die Tage sehr kurz. Tageslicht gibt es zumeist nur für zwölf Stunden. Ein Problem, dem die Kenianer mit Öllampen begegnen. Doch die sind gefährlich.

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Mit ihren afrikanischen Djembé-Trommeln sorgte das „Kimba Djembé Orchestra“ für Afro-Beats beim Terra-Tech-Festival.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Giftgase und Explosionsgefahr machen die Lichtspender zu einem unkalkulierbaren Risiko. Der heimische Verein Terra Tech hat aus diesem Grund ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem die Öllampen durch Solarlampen ersetzt werden.

Diesem Zweck kamen die Einnahmen des Terra-Tech-Festivals 2015 zugute, das vom Verein organisiert wurde und auf dem Gelände der Waggonhalle in Marburg stattfand. „Eine Lampe kostet rund 15 Euro“, erklärte Terra-Tech-Mitarbeiterin Leonie Dylla. Laut Terra Tech wurde mit dem Festival ein Gewinn von mehr als 1000 Euro erzielt - bei 1500 Besuchern. Vom frühen Nachmittag an bot das Festival eine Mischung aus Konzerten, Flohmarkt und verschiedenen Workshops.

Bereits im Januar beginnt die Planung

Terra Tech, dessen Hauptsitz in Marburg ist, engagiert sich für Bedürfnisse von Menschen in Drittweltländern. „Wir arbeiten eng mit Organisationen und Einzelpersonen in den betreffenden Ländern zusammen und haben deshalb gute Informationen über die akuten Bedürfnisse der Menschen vor Ort“, erklärt Andreas Schönemann, Projektleiter bei Terra Tech. Auf Basis dieser Kontakte sei auch das Solarlampen-Projekt für Kenia zustande gekommen.

„Ich fange im Januar mit der Planung an. Das liegt vor allem an den Bands, weil es da häufiger Schwierigkeiten mit den Terminplänen gibt“, sagte Saskia Rößner, Terra-Tech-Mitarbeiterin sowie Organisatorin des Festivals, und schmunzelte verräterisch. Sie spielte darauf an, dass zwei der fünf Bands kurzfristig absagten. So musste die 25-Jährige in kürzester Zeit für Ersatz sorgen.

Clown-Show testeten die jungen Besucher

Natürlich sollten auch die Bands nach Möglichkeit eine Verbindung zu Afrika haben. Unter anderem war dies bei Kristin Glißmann, Leiterin der Marburger Trommelschule „La percussion“ und ihrem „Kimba Djembé Orchestra“ der Fall. Zusammen mit einigen ihrer Schüler sorgte sie für Afro-Beats. Streckenweise war auch afrikanischer Gesang zu hören. Eine Djembé ist eine Trommel mit sehr hohem Klang. Hoch war auch der Spaßfaktor. Das Publikum wurde immer wieder zum Klatschen und Mitmachen animiert. Mit der letzten Musikgruppe an diesem Abend, der Marburger Band „Rising Fire“ um den sambischen Frontmann und Gitarristen Oggie Wisdom Lauer, beschloss eine hervorragende Reggae-Band das Fest.

Auch abseits der Musik bot das Festival einiges für Groß und Klein: Beim Kinderschminken wurden die Mädchen und Jungen kurzerhand in ein afrikanisches Tier ihrer Wahl verwandelt und bei einer Clown-Show testeten die jungen Besucher ihre akrobatischen Fähigkeiten. Da waren die Tanz-Workshops und das Dutzend Marktstände unter bunten Pavillons schon eher etwas für die Erwachsenen. Natürlich standen hier afrikanische Kunst und Schmuck im Vordergrund.

von Benjamin Kaiser

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