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In Gisselberg soll ein großer Solarpark entstehen

Stadtwerke In Gisselberg soll ein großer Solarpark entstehen

Nach dem Solarpark in Wehrda wollen die Stadtwerke Marburg einen zweiten Solarpark auf dem Gebiet der Stadtwerke Marburg betreiben: auf einer Freifläche in Gisselberg.

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Solarpark Wehrda. Foto: Thorsten Richter (thr)

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das stadteigene Unternehmen bestätigte, dass es eine entsprechende Vereinbarung mit einem bundesweit tätigen Investor getroffen habe. Auf einem fünf bis sechs Hektar großen sollen künftig Fotovoltaik-Anlagen jährlich 2,6 Gigawattstunden Strom produzieren - eine Leistung, mit der 800 Haushalte mit Strom versorgt werden können.

Der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke, Norbert Schüren, bestätigte, dass die Stadtwerke mit dem Projektierer eine Vereinbarung über den Erwerb der Anlage getroffen haben, sobald die fertig ist. „Gerade nachdem die Errichtung von Windkraftanlagen in Marburg in weite Ferne gerückt ist, suchen wir natürlich nach anderen Möglichkeiten, Strom aus erneuerbaren Energien selbst zu produzieren und unseren Kunden anzubieten“, sagte Schüren der OP. „Das ist ein großer neuer Schritt in diese Richtung.“

Die Stadtwerke betreiben zur Zeit einen Fotovoltaik-Park in Wehrda und einen im Nordkreis, beide aber deutlich kleiner als die geplante Anlage in Gisselberg. In dem Ortsteil regt sich schon erster Unmut über das Projekt. Hier werde „beste Ackerfläche“ für hochsubventionierte Fotovoltaik geopfert, sagte ein Bürger.

Förderung nur für "benachteiligte Gebiete"

Tatsächlich ist die finanzielle Förderung von Fotovoltaik-Freiflächen aber an die erfolgreiche Teilnahme an einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur gekoppelt. Die Bundesnetzagentur will damit den Ausbau der Fotovoltaik steuern. Voraussetzung für eine Ausschreibung ist, dass es sich bei der Freifläche um ein, so der Fachjargon, „benachteiligtes Gebiet“ handelt. Benachteiligte Gebiete sind laut Bundesnetzagentur solche, auf denen die landwirtschaftliche Produktion nur erschwert möglich ist oder die nur bedingt ertragsreich sind.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Bündnis 90/Die Grünen) geht davon aus, dass für die Errichtung der Anlage der Flächennutzungsplan geändert werden muss. In diesem Verfahren würden dann auch Einwendungen von Trägern öffentlicher Belange oder von Anliegern bewertet werden, sagte Kahle.

Vor 2017 wird der Park jedoch nicht an das Netz gehen, sagte Stadtwerke-Sprecher Barthel auf Nachfrage der OP.

von Till Conrad

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