Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
In Dagobertshausen läuten Glocken den Feierabend ein

Neuer Glockenturm In Dagobertshausen läuten Glocken den Feierabend ein

In Dagobertshausen schallt es ab sofort in E und Gis, aber nicht nur zu traurigen, sondern auch zu freudigen Anlässen.

Voriger Artikel
Forscher freuen sich über Neubauten
Nächster Artikel
„Richtiger Schritt“ für einen fairen Wettbewerb

Bürgerverein, Ortsbeirat sowie Vertreter von Stadt und Kirche weihten den neuen Glockenturm ein.

Quelle: Lena Liebau

Dagobertshausen. Nach fünf Jahren der Planung wurde der neue Glockenturm mit zwei Glocken auf dem Friedhof eingeweiht. Diese werden ab sofort zu Beerdigungen zu hören sein, aber auch zu feierlichen Anlässen. Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) sagte, man habe es in Dagobertshausen schon lange vermisst, die Verstorbenen mit einem würdevollen Geläut zu verabschieden. Nachdem eine Stahlgussglocke, die zwischen 1924 und 1970 in der Kirche in Elnhausen geläutet hatte, gespendet worden war, konkretisierte sich diese Idee. Leider erwies sich diese Glocke aufgrund eines Risses als untauglich. Beinahe sinnbildlich für die Vergänglichkeit des Lebens solle auch diese nun ihren Platz auf dem Friedhof finden und dort ausgestellt werden.

Zwei neue Glocken konnten durch große Spendensummen erworben werden, sodass der Glockenturm endlich realisiert werden konnte. Von 25  000 Euro Gesamtkosten hat der Bürgerverein Dagobertshausen 3 500 Euro übernommen. Es seien sogar noch ausreichend Spendengelder vorhanden, um weitere Projekte in Dagobertshausen anstoßen zu können, so Ortsvorsteher August Scherer. So wünsche man sich etwa einen Spielplatz – immerhin könne der Ort in diesem Jahr schon fünf Neugeborene nachweisen, sagte Scherer und brachte die Anwesenden damit zum Schmunzeln.

Friedrich-Karl Schroeder vom Bürgerverein Dagobertshausen wünscht sich, dass mit dem Läuten der neuen Glocken in E und Gis nicht nur traurige Anlässe assoziiert werden, sondern auch Sonn- und Feiertage, um so auch die fehlende Kirche im Ort ein Stück weit zu ersetzen. Durch die eingebaute Zeitschaltuhr werden die Glocken gegen 18 Uhr darüber hinaus täglich den Feierabend einläuten. Dr. Matti Schindehütte, Pfarrer von Elnhausen, Dagobertshausen und Wehrshausen, hofft, dass die Anwohner den Klang nicht als störend wahrnehmen, sondern dass er zu einem neuen Mittelpunkt für die Gemeinde wird. Bei ihm selbst löst der Klang ein heimisches Gefühl aus. Dass die Tonlage perfekt mit der Stimmung der Glocken in seinen anderen Gemeindeteilen harmoniert, ist für ihn sinnbildlich für die Harmonie im ganzen Kirchenspiel.

von Lena Liebau

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr