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Immer im Dienst für den Schutz der Natur

Ruhestand Immer im Dienst für den Schutz der Natur

Ein Mann, dem der Schutz der Natur ganz besonders am Herzen liegt, räumt endgültig sein Büro. Dr. Wilfried Ferdinand (60), der Leiter des Fachdienstes Stadtgrün, Umwelt und Natur, geht in die Altersteilzeit und wird am Freitag offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Marburg. Seit 1998 leitete Ferdinand den Fachdienst, in dem das frühere Garten- und Friedhofsamt und das ehemalige Umweltamt zusammengefasst sind.

Ferdinand blickt nicht auf eine klassische Behördenkarriere zurück. Der Koblenzer hatte von 1972 bis 1979 Biologie an der Universität Marburg studiert. Nach dem Abschluss seiner Dissertation, in der er sich auch mit dem Einsatz der EDV in der Biologie beschäftigte, arbeitete Ferdinand zunächst in einem Forschungsprojekt der Sportmedizin in der Gießener Uni-Kinderklinik, bevor er an einen ähnlichen Posten am Uni-Klinikum Marburg wechselte.

Parallel setzte er sich schon als Mitarbeiter im Uni-Klinikum für den Naturschutz auf den Lahnbergen und in Marburg ein. Seit 1980 war er auch Mitglied im Marburger Naturschutzbeirat, den er mehrere Jahre lang leitete. Seit 1990 ist er in der Naturschutzbehörde der Stadt Marburg angestellt, deren Leitung er acht Jahre später übernahm. Im Rückblick nannte Ferdinand im Gespräch mit der OP als erfolgreiche Projekte seiner Amtsleiter-Zeit unter anderem die Renaturierung an der Lahn sowie die Grünflächengestaltung im Schlosspark.

Besonders am Herzen lag ihm auch die Sanierung des Schlossbrunnens, an der er auch als einer der Verantwortlichen mit beteiligt war. Die Entscheidung, bereits im Alter von 60 Jahren in den Vorruhestand zu gehen, hat er jetzt, einige Wochen nach seiner inoffiziellen Verabschiedung, noch nicht bereut. So hat Ferdinand mehr Zeit für seine Hobbys fotografieren sowie Akkordeon- und Trompete spielen.

Wer die Nachfolge antritt, das steht nach Angaben von Umweltdezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) noch nicht fest. In der kommenden Woche sollen die ersten Bewerbungsgespräche laufen, sagte Kahle. Im Gespräch ist aufgrund der enorm gestiegenen Zahl an Aufgaben ein leicht veränderter Zuschnitt des Fachdienstes.

von Manfred Hitzeroth

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