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Im Einsatz für den Klimaschutz

Grundschüler pflanzen Birnbäume Im Einsatz für den Klimaschutz

Das Projekt der jungen Klimaschützer dient der Umweltbildung von der 1. bis zur 4. Klasse.

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Grundschüler griffen zum Spaten und pflanzten bei Cyriaxweimar Birnbäume ein.

Quelle: privat

Cyriaxweimar. Nebenbei sammeln nun 25 Bäume CO2 aus der Luft und tragen zur Erhaltung seltener Obstsorten und der Förderung der biologischen Vielfalt bei. Diese Baumpflanzaktion, die der Landkreis Marburg-Biedenkopf bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Grundschule und dem Forstamt Kirchhain auf den Weg gebracht hat, soll den Kindern auf anschauliche Weise zeigen, dass lokale Projekte auf globale Ereignisse wie das Klima Einfluss haben. Jeder der 25 Bäume hilft dabei, das klimaschädliche Gas CO2 zu reduzieren. „Wir führen die Kinder so auf ganz praktische Art an die Themen Klima- und Umweltschutz heran“, erläutert Norbert Clement, Obst- und Gartenbauberater des Landkreises Marburg-Biedenkopf und dort auch Leiter des Fachdienstes Klimaschutz und Erneuerbare Energien.

Außerschulischer Lernort wird geschaffen

„Außerdem wird so ein außerschulischer Lernort geschaffen, an den unsere Schüler immer wieder zurückkehren können, um zu sehen, wie die Bäume im Wechsel der Jahreszeiten wachsen und gedeihen“, fügt Kirsten Buder, Lehrerin an der Grundschule Cyriaxweimar, hinzu.

Die Kinder waren bei den Baumpflanzaktionen mit großem Eifer bei der Sache. Unter Anleitung von Mitarbeitern des Fachdienstes Klimaschutz gruben sie die Pflanzlöcher, setzten gemeinsam mit einem Mitschüler die Bäumchen hinein, verfüllten die Löcher und gossen es kräftig an.

Mit dieser Baumpflanzaktion erfüllt der Landkreis Marburg-Biedenkopf einen Aspekt des Masterplans „100 Prozent Klimaschutz“. Darin hat sich der Kreis verpflichtet, auf verschiedenen Wegen das klimaschädliche Gas CO2 zu reduzieren.

Jeder Baum nutzt CO2für das eigene Wachstum

„Das Pflanzen von Bäumen ist dabei ein Beitrag. Denn jeder Baum nimmt über die Blätter CO2 auf, speichert es und gibt dafür im Rahmen des biologischen Stoffwechselprozesses unter dem Einfluss von Sonnenlicht Sauerstoff ab - das ist das Prinzip der Fotosynthese“, erläuterte Erich Weber, Energie-Coach für Klimaschutz und Erneuerbare Energien beim Landkreis.

Jeder Baum sammelt also CO2 aus der Atmosphäre und nutzt es für das eigene Wachstum. Insgesamt können die gepflanzten Bäume rund eine Vierteltonne CO2 pro Jahr speichern.

Die Fläche für dieses Projekt hat Hessen Forst zur Verfügung gestellt: Die Lichtung mitten in einem alten Laubbaumbestand bietet optimale Bedingungen. Dort sind die jungen Bäume gut vor äußeren Einflüssen geschützt und auch vor Rehen, die an der Rinde knabbern oder vor Wühlmäusen, die die Wurzeln anfressen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

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