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Illegale Party in den Ruinen der Brauerei

Polizei Illegale Party in den Ruinen der Brauerei

Zweimal war die Polizei in der Nacht zum Sonntag auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei. Dort feierten Hunderte Menschen eine illegale Party – vermutlich eine der größten ihrer Art in Deutschland.

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DJ Rollo sorgte für Musik.

Quelle: Uwe Bulthaup

Marburg. Wie viele Menschen in der Nacht zum Sonntag den Bauzaun überwanden, mit dem das Gelände der alten Brauerei am Pilgrimstein gesichert ist, steht nicht fest. Die Polizei spricht von rund 200 Menschen, eine anonyme Anruferin, die die Polizei auf die Party in den einsturzgefährdeten Gebäuden und Katakomben aufmerksam machte, sprach nach Auskunft von Polizeisprecher Martin Ahlich von 500 Besuchern. Ein Beobachter schätzte die Zahl gar auf 1.000 Menschen.

Illegale Partys an ungewöhnlichen Orten gibt es inzwischen häufig in Marburg: Mehrfach wurde etwa die Autobahn-Unterführung zur Universitätsbibliothek nachts zur Partymeile umfunktioniert. Als die Polizei gegen 2.05 Uhr erstmals auf dem Brauereigelände eintraf, feierten dort nach Schätzungen der Beamten rund 200 Menschen zu Technomusik und im Schein von Fackeln. Gegen 6.50 Uhr wurde die Polizei wieder wegen Ruhestörung gerufen: Die Beamten forderten die Discjockeys auf, die Musik leiser zu machen und kontrollierten einige Besucher.

Nach Ansicht von Beobachtern war es nicht die erste, aber wohl die letzte Party in der alten Marburger Brauerei und vermutlich eine der größten illegalen Partys überhaupt. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda und über Handys informiert hätten sich zeitweise bis zu 1.000 Raver und Schaulustige in der alten Marburger Brauerei neben dem Botanischen Garten eingefunden. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) sprach von einer „sehr gefährlichen Party“. Das Gelände sei kein Abenteuerspielplatz.

von Uwe Bulthaup und Uwe Badouin

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