Am Mittwoch war der erste Tag von Klaus Hövel als Leiter der Tourismus und Marketing Gesellschaft.
OP: Wie würden Sie sich in wenigen Sätzen den Marburgern vorstellen?
Klaus Hövel: Ich bin der neue Leiter der Marburg Tourismus und Marketing Gesellschaft (MTM). Ich freue mich schon sehr auf meine neue Aufgabe, für meine Stadt Marburg etwas bewirken zu können, in der ich schon Student war. Ich habe mich vom Süden Deutschlands nach Norden bis nach Marburg hochgearbeitet. Jetzt schließt sich der Kreis beruflich wieder. Nachdem ich bis 1996 die Discothek „PAF“ in Cölbe geleitet habe, war ich erst als Tourismusmanager am Bodensee tätig und danach in Würzburg. Zuletzt war ich in der Stadt Laubach im Landkreis Gießen für den Tourismus, die städtischen Bäder und auch die Kultur zuständig.
OP: Ist Ihnen der Abschied aus Laubach schwer gefallen?
Hövel: Nein, der Abschied ist mir auch deswegen nicht schwer gefallen, weil mich die Aufgabe in Marburg sehr gereizt hat. Allerdings bin ich aus Laubach, wo ich mehr als sechs Jahre lang tätig war, aufgrund der sehr guten Kontakte auch mit ein wenig Wehmut weggegangen. Dort war für mich vor allem neu, dass ich mich intensiver mit der Sparte Kultur beschäftigt habe und dass ich mehr Erfahrung in der Zusammenarbeit mit kommunalen Gremien gesammelt habe.
OP: Haben Sie schon neue Ideen für ihre Aufgabe in Marburg gesammelt?
Hövel: Ich finde es sehr wichtig, dass bei der Arbeit für den Tourismus in Marburg die Zusammenarbeit der Tourismus- und Marketinggesellschaft mit allen Akteuren aus Kultur und Wirtschaft gut funktioniert. Ganz wichtig ist es mir, dass Landgrafenschloss in Zukunft stärker in den touristischen Fokus zu rücken. Schließlich ist es für die Marburger und die Gäste von außerhalb ein ganz besonderes Gebäude.
OP: Und wie sehen Ihre langfristigeren Ziele aus?
Hövel: MTM soll in Marburg präsenter werden. Nur der kann ein guter Gastgeber sein, der sich im eigenen Haus wohlfühlt.Deswegen sollen die Marburger auch mehr über die Arbeit von MTM erfahren – über Tage der offenen Tür, Pressearbeit oder Newsletter.
OP: Was ist toll an Marburg?
Hövel: Ganz besonders gut finde ich die Aufgschlossenheit und Liberalität der Bürger. Das hat sicher auch damit zu run, dass Marburg eine Universitätsstadt ist. Das Besondere an Marburg ist, dass es weder zu klein ist noch so groß wie eine Großstadt, in der man sich verlieren kann.
OP: Und was finden Sie nicht gut an Marburg?
Hövel: Da fällt mir spontan wirklich gar nichts ein. Ich fühle mich hier seit vielen Jahren mit meiner Familie einfach richtig wohl.
Das Interview führte Manfred Hitzeroth.
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Kommentare
Sicher durch Marburg gehen? Hesse – 03.09.10
Ich hätte eine Aufgabe für Herrn Hövel. Und zwar soll er die Aufgaben von Polizei, Ordnungsamt und Stadtverwaltung übernehmen. Es ist an der Zeit, dass man wieder sicher durch Marburg gehen an ohne von Kevins, Machos oder Betrunkenen angepöpelt bzw. ausgeraubt (aggressives Betteln) zu werden.Mich ekelt die Stadtmitte einfach nur noch an.
Anmerkung der Redaktion: Wir möchten an dieser Stelle mal den Kevin in Schutz nehmen. Der, den wir kennen, ist sehr nett und friedlich.
Ich fühle mich in Marburg richtig wohl Leser – 02.09.10
Wenn Sie sich noch in Marburg wohl fühlen, dann sind Sie noch nicht abends unterwegs gewesen und überfallen oder angepöbelt worden.Junge Leute Marburger – 02.09.10
Ich weiss nicht, ob der Tourismus Chef der Stadt dafür zuständig ist, die Attraktivität für Studierende zu erhöhen, getan werden muss aber was und zwar im Bereich Events -- Kneipen, Cafes gibts genug und Clubs kann die Stadt wohl nicht gründen. Dass auch ein paar mehr Touristen nach Marburg kommen könnten ist aber meiner Ansicht nach auch klar, also dann Herr Tourismus Chef an die Arbeit.Jobhobber Leerer – 02.09.10
Na ja, ich denke vielmehr dass Herr Hövel wieder mal nen neuen Job gesucht hat. Das ist wie mit den Hoteldirektoren. Die sind auch alle 2 bis 3 Jahre weg vom Fenster und finden dann gerade mal wieder in der Stadt ihre Erfüllung, in der man sie wieder eingestellt hat. Damit will man lediglich seinen Lebenslauf retten. Glauben Sie mir liebe LeserInnen. ich weiß wovon ich rede.Anmerkung der Redaktion: Sie bewegen sich hier haarscharf am Rande böswilliger Unterstellungen, die wir auf unserer Seite nicht dulden. Wenn Sie die Möglichkeit zum Kommentieren nutzen möchten, dann halten Sie bitte in künftigen Kommentaren die Regeln einer sachlichen Auseinandersetzung ein.
Angebote für junge Leute Marco – 02.09.10
Kann mich meinem Vorredner nur anschliessen. Die 20.000 Studenten sind das Kapital von Marburg. Ohne sie wäre die Gastronomie in Marburg völlig am Boden und die Oberstadt eine Geisterstadt.Gerade für Studenten muss es noch reizvoller werden, nach Marburg zum Studieren zu kommen. Angefangen beim Wohnungsangebot über Freizeitaktivitäten bis hin zu Förderprogrammen.
Junge Leute AT&T – 02.09.10
Wenn ihm nichts schlechtes an MR einfällt, helfe ich ihm gerne auf die Sprünge: Ein Angebot für junge Leute (eben auch jene Studenten), das über zwei kleine Clubs hinausgeht und sich nicht in pseudo-kreativen Kleinkunst-Konzerten und Lesungen erschöpft. Bleibt zu hoffen, dass irgendwann mal dafür gesorgt wird, das richtig was abgeht in MR - und sich nicht nur so klein wie möglich gehalten wird. Die Möglichkeiten dazu bietet Marburg - und würde so vielleicht auch dieser total unattraktiven Stadt Gießen mal eine vor den Latz knallen. Aber stattdessen wird hier eine Campus Invasion mehr als Pflichtaufgabe gesehen, das Uni-Sommerfest abgebügelt und sonst auch ja alles so klein und halbgar wie möglich gehalten. Ist sehr schade!