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Hunderte singen für Solidarität und Toleranz

Neujahrsempfang Hunderte singen für Solidarität und Toleranz

Plausch, Party und eine Prise Politik: Mehr als 1000 geladene Gäste haben den Neujahrsempfang in der Georg-Gaßmann-Halle genutzt, um miteinander Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen.

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Marburg. Als der Applaus nach seiner Rede nicht enden wollte, wurde der Oberbürgermeister energisch: „Aufhören jetzt, schonen Sie Ihre Hände, denn Sie müssen später noch ein paar Mal klatschen“, sagte Egon Vaupel (SPD) und spielte auf die folgenden Mini-Konzerte an. Yana Gercke und ihre Mitmusiker von „Oh Alaska“ sowie die Sängerin Leticia Bougouem spielten Lieder - vor allem Coverversionen bekannter Songs.

1000 Menschen kamen zum Neujahrsempfang der Stadt Marburg. Oberbürgermeister Egon Vaupel hielt seine letzte Neujahrsansprache und plädierte für mehr Toleranz (Fotos: Nadine Weigel).

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Spätestens in dem Moment, als Vaupel den Marburger Musikern etwas ins Ohr flüsterte, die Stone-Mill Houseband (Schülerband der Steinmühle) auf die Bühne bat, ahnten die Mitglieder des Magistrats sowie Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, dass gleich Unheil auf sie zukommen wird. Prompt wurde aus der herbeigesehnten Zugabe der Musik-Profis eine Groß-Band: Alle zusammen sangen den Wohltätigkeits-Song „A Better Place“ - ein Lied, das soziale Ungerechtigkeit anprangert und im Internet auf der Plattform Youtube von Menschen aller Kontinente gemeinsam gesungen wird.

OB erhofft mehr Akzeptanz für Mäzenatentum

Eine Pflege des Zusammenhalts und der Hilfsbereitschaft in der Universitätsstadt - das forderte Vaupel auch in seiner letzten Neujahrsempfangs-Ansprache im Amt als Oberbürgermeister.

Für diese Tugenden sei auch Mäzenatentum wichtig. „Ich danke den Söhnen des verstorbenen Ehrenbürgers Dr. Reinfried Pohl und ihren Familien für das klare Bekenntnis zu ihrer Heimatstadt“, sagt er.

Diese Form des bürgerschaftlichen Engagements Einzelner aus Verbundenheit zu einer Stadt oder einer Sache solle von einer „Gemeinschaft positiv bewertet“ werden.“

Vaupel hoffe, dass sich diese „Einstellung und Wertschätzung auch in Marburg verfestigt“. Ein Grund für seine Haltung: „Ich sorge mich um die Finanzunterstützung der Kommunen durch Bund und Land.“

von Björn Wisker

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