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Hunderte protestieren gegen Atomkraft

Marburg Hunderte protestieren gegen Atomkraft

Am Montag gab es die dritte Anti-Atomkraft-Demonstration in Marburg seit der Reaktor-Havarie in Japan.

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Anti-Atom-Demo in Marburg.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Wahlen im Landkreis sind vorbei, die Marburger Demonstrationen gegen Atomkraft gehen weiter. Rund 800 Bürger gingen am Montagabend auf die Straße, um ihrem Unmut gegen Atomenergie Ausdruck zu verleihen. Mit Trommeln und Trillerpfeifen zogen die Demonstranten durch Unistraße und Untergasse zum Marktplatz. Wie in den vergangenen Wochen mischten sich dabei wieder die Generationen – vom Kind bis zum Senior.

Maja (10, links) und Luca-Marie (11) auf der Anti-Atom-Demo in Marburg. Foto: Thorsten Richter (thr).

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„Latent waren wir uns immer der Gefahr bewusst, aber jetzt ist der Zeitpunkt, wo man was tun muss“, sagte Hartmann Ritterbusch (47) aus Cölbe, der mit Töchterchen Rosalie (2 1/2) an der Demonstration teilnahm. „Wir haben schon 1986 gegen Atomkraft demonstriert“, sagten Inge Hauschild-Schön (71) und Wolfgang Schön (72) aus Marburg. „Wir hätten nicht gedacht, dass das nach 25 Jahren wieder nötig ist.“

In einer energischen Rede erinnerte der Marburger Horst-Hans Althaus auf Einladung des Anti-Atom-Plenums an die Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 und die Verbreitung der Atomenergie in den Folgejahrzehnten. Aber er betonte auch, dass Demonstrieren etwas bewirke: „90 Kraftwerke waren in Deutschland geplant, 71 haben wir auf der Straße verhindert“.

Für Montag, 4. April, lädt das Anti-Atom-Plenum wieder zu einer Demo durch Marburg ein.

von Sonja Lecher

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