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Hundeprofis eilen zur Hilfe

Tiere Hundeprofis eilen zur Hilfe

Mit neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern geht es im Tierheim Cappel um das Wohl von Tieren und Hundehaltern gleichermaßen.

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Das Cappeler Tierheim-Team mit den Hundetrainern: Stefanie Hecklinger, Sabrina Schweigert, Henning Weinbach (hinten von links), Anne Böttner, Robert Neureuther, Martin Lauer (vorne von links).Foto: Ilka Müller

Marburg. Die Weimaraner-Hündin Onya wedelt freudig mit dem Schwanz, sie schnuppert in der Luft und tippelt umher. Ushko bleibt unbeeindruckt, der Irish Setter liegt der Länge nach auf dem Boden. Die beiden Hunde gehören zu den Hundetrainern und neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern des Cappeler Tierheims - Anne Böttner und Martin Lauer.

Die erfahrenen Hundeausbilder unterstützen ab sofort das Team im Tierheim. Böttner und Lauer sind Hundetrainer, -berater und Tierpsychologen. Sie betreiben jeweils eine Hundeschule, Böttner im Ebsdorfergrund und Lauer in Amöneburg. Man kennt sich und vermittelt sich gegenseitig Kunden. Während Böttner sich auf die Ausbildung zu Begleit-und Familienhunden spezialisiert hat, kennt sich Lauer besonders gut mit der sogenannten Jagdgebrauchshunde-Ausbildung aus.

Das Hundeteam des Tierheims Cappel wurde ins Leben gerufen, um die teils langen Wartezeiten für Hunde zu überbrücken. Menschen, die keinen eigenen Hund halten können, sich aber engagieren wollen, gehen täglich mit Hunden spazieren. „Wir im Tierheim können aber mehr als Gassi gehen“, sagt Robert Neureuther, Geschäftsführer des Tierheims. Deshalb freut er sich besonders über das Engagement der Hunde-kenner: Böttner und Lauer können Grundwissen vermitteln und gemeinsam mit dem Hundeteam arbeiten. Ziel sei es letzlich auch, die Vermittlungschancen der Hunde zu steigern, ergänzte Neureuther. Schließlich werde in Gruppen- und Einzeltrainings das Sozialverhalten der Hunde ausgebaut und deren Benehmen verbessert. „Menschen die zu uns kommen wollen freundliche Hunde“, sagt Neureuther.

Von der Arbeit der Hundetrainer sollen alle gleichermaßen profitieren. Vor allem auch die Hunde, die nicht nur körperlich sondern auch kognitiv gefordert werden. Die Idee geht aber über die Beschäftigung mit den Hunden im Tierheim hinaus. Denn auch Hundebesitzer, die schon einen Hund aus dem Tierheim aufgenommen haben, sollen mit Böttner und Lauer kom-petente Ansprechpartner haben.

Derzeit gibt das Tierheim Cappel 19 Hunden, 40 Katzen und sechs weiteren Kleintieren ein Zuhause. Um das Wohl der Tiere sorgen sich sieben Mitarbeiter. Nicht nur potenzielle Tierbesitzer sondern auch freiwillige Helfer werden dort gerne gesehen.

von Ilka Müller

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