Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Hunde, die Menschenleben retten

echnisches Hilfswerk Hunde, die Menschenleben retten

Wenn Menschen vermisst werden, kommt sie zum Einsatz - die Hundestaffel des THW. Um im Notfall vorbereitet zu sein, bedarf es entsprechender Vorbereitung.

Voriger Artikel
Ein rebellischer Reformer hört auf
Nächster Artikel
Kita soll Treffpunkt im Stadtteil werden

Ausbilderin Diana Reintjes (von links), Professor Harald Renz, UKGM-Geschäftsführer Dr. Holger Thiemann, Lena Meier und Jörg Linne mit den Hunden Quax, Lenni und Pepe vor dem Einsatzwagen des THW.Foto: Peter Gassner

Marburg. Hauptberuflich arbeitet Lena Meier als medizinisch-technische Assistentin im Universitätsklinikum auf den Lahnbergen. Doch darüber hinaus engagiert sie sich auch ehrenamtlich. Gemeinsam mit ihrem Hund Lenni hilft sie bei Rettungseinsätzen des Technischen Hilfswerks (THW) in Marburg. Inzwischen fast einmal wöchentlich wird die Hundestaffel des THW zu Notfall-Einsätzen gerufen, sodass gute Vorbereitung wichtig ist.

Bevor Hund und Hundeführer nach tatsächlich vermissten Menschen suchen, durchlaufen sie eine zwei- bis dreijährige Ausbildung, bei der sie auf mögliche Notfallsituationen vorbereitet werden. Sogenannte Trümmerhundewerden darauf spezialisiert, Menschen unter eingestürzten Gebäuden zu bergen.

„Mantrailer“ hingegen lernen das Aufnehmen einer Fußabdruckspur und „Flächenhunde“ trainieren das systematische Absuchen von Planquadraten. Doch auch die Hunde „sind nicht blöd“, erklärt THW-Leiter Jörg Linne. Daher gelte es, immer wieder neue Gelände für das Training zu finden, um sie vor neue Herausforderungen zu stellen.

Über Lena Meier kam daher der Kontakt zum UKGM zustande. Auf dem Außengelände rund um das Klinikum trainiert die Hundestaffel nun am Freitag. Laut Linne auch deshalb praktisch, „weil es hier ja auch immer mal vorkommen kann, dass ein Patient ausbüxt“. In diesem Fall sei man dann besser vorbereitet.

„Ich habe mir gedacht, dass das Gelände gut ins Training passen würde und dann einfach bei der Geschäftsführung angefragt“, erzählt Meier und freut sich über das Zustandekommen. Sieben Hunde und sechs Hundeführer im Einsatz. Überhaupt sei die Kooperation des Arbeitgebers wichtig, wenn man sich beim THW engagiere. Das THW zahlt bei Einsätzen zwar den anfallenden Lohn für die Fehlzeit, doch sei es nicht selbstverständlich, dass sie auf der Arbeit kurzfristig freigestellt würde.

Dies sei aber in 90 Prozent der Fälle möglich, da ihr Vorgesetzter, Professor Harald Renz, und das Mitarbeiterteam ihr Engagement mittrügen. Darüber hinaus sollten Hund und Hundeführer nach Angeben des THW „einen guten Draht“ zueinander haben, um sich für die ehrenamtliche Aufgabe zu eignen. Zudem sollte sich der Hund leicht für Aktivitäten begeistern lassen und mit Menschen und Artgenossen umgänglich sein. Derzeit sind sieben Hunde und sechs Hundeführer beim THW Marburg im Einsatz.

von Peter Gassner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr