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Hund jagt und tötet jungen Rehbock

Wilderei Hund jagt und tötet jungen Rehbock

Ein freilaufender Hund hat nahe eines Waldstücks zwischen Elnhausen und Wehrshausen ein Reh ­gerissen und getötet.

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Ein junger Rehbock wurde von einem Hund bei Wehrshausen ­gejagt, totgebissen und übel zugerichtet.

Quelle: privat

Marburg. Der Revierpächter von Elnhausen, Dieter Preis, berichtet von einem besonders schlimmen Fall eines wildernden Hundes: Ein Hund, der zwischen Wehrshausen und Elnhausen in der Nähe des Aussiedlerhofes spazieren geführt werden sollte, ging seinem Besitzer schlicht durch, als er einen jungen Rehbock bemerkte.

Der Hund hetzte das Knopfböckchen, riss es und verletzte es durch einen Biss in den Hals tödlich. Anschließend riss der Hund dem Rehbock große Stücke aus dem Hinterlauf. Dieter Preis, der hinzugerufen wurde, konnte nur noch den Tod des Tieres feststellen. Der Hundehalter kam mit einer Belehrung davon. Der Hund – ein mittelgroßer Jagdhund – muss sich wohl einer Wesensprüfung unterziehen.

Preis weist im Gespräch mit der OP ausdrücklich daraufhin, dass Hundehalter ihre Hunde im freien Feld nicht unbeaufsichtigt laufen lassen sollen. Es gebe keine Garantie dafür, dass Hunde, von denen man glaubt, sie gehorchten aufs Wort, dies tatsächlich immer tun. Mehrfach schon hat Preis in seinem Jagdrevier freilaufende Hunde beobachtet, die sich nicht ansatzweise um das scherten, was Herrchen oder Frauchen ihnen zuriefen.

Schlussendlich ist dies auch für die Hunde nicht ganz ungefährlich. „Wenn ich einen Hund sehe, der ein Stück Wild jagt, muss ich davon ausgehen, dass der Hund wildert. Und dann wäre ich verpflichtet, den Jagdschutz auszuüben“, sagt Preis.

von Till Conrad

 
Jagdschutz
Laut Bundesjagdgesetz hat der Jäger das Wild vor Wilderern, Futternot, Wildseuchen, vor wildernden Hunden und Katzen zu schützen. Zudem muss er dafür sorgen, dass die zum Schutz des Wildes und der Jagd erlassenen Vorschriften auch von der Allgemeinheit eingehalten werden.
 
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