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Hohe Anforderungen im Praxisteil

Leistungsvergleich der Feuerwehren Hohe Anforderungen im Praxisteil

Beim Leistungsvergleich der Feuerwehren auf Kreisebene ging es für die 22 teilnehmenden Wehren um Teamgeist, Schnelligkeit und Fachwissen.

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Die Sieger mit ihren Pokalen. Links Kirchhain, rechts Momberg.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Die erfolgsgewohnten Blauröcke aus Neustadt-Momberg gewannen vor den Teams aus Kirchhain-Mitte und Marburg-Michelbach. Alle drei Mannschaften treten beim Regionalentscheid des Regierungsbezirks Gießen am 26. Juni in Villmar im Landkreis Limburg Weilburg an. Bevor es feststand, dass diese drei Teams die Nase vorn hatten, gab es einige Aufgaben in Theorie und Praxis zu lösen.

Zweck der Feuerwehrleistungsübung ist es, die bereits erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in Theorie und Praxis zu festigen, um dadurch den allgemeinen Leistungsstand anzuheben. „Die Form der Feuerwehrleistungsübungen ist an die einsatzmäßigen Erfordernisse der Feuerwehr angelehnt. Nicht der reine Wettkampf nach Sekunden und Punkten, sondern vielmehr die fachliche Qualifikation und die Leistung des ganzen Teams im Umgang mit den feuerwehrtechnischen Geräten sowie die richtige Lösung der gestellten Aufgaben entscheiden über die Platzierung der Gruppen“, erklärte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Am Anfang stand der theoretische Teil, bei dem es galt, 15 Fachfragen innerhalb von 10 Minuten zu beantworten. Dabei war feuerwehrspezifisches Wissen zu Themenbereichen wie Brennen und Löschen, tragbare Leitern, Schlauchkunde, Feuerlöscher, Unfallverhütung oder Einsatzlehre gefragt.

Beim praktischen Teil wird ein realistisches Übungsszenario angenommen. Beim Brand in einem Wohnhaus wird eine Person in dem Gebäude vermisst. Das Feuer droht auf andere Gebäudeteile überzugreifen. „Die Übungsziele sind dabei die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff sowie die Verhinderung eines sogenannten Feuerüberschlags, also das Ausbreiten der Flammen“, sagt Lars Schäfer.

Die Übung kann von einer Löschgruppe mit 9 Feuerwehrleuten oder der nächst kleineren Form, der Staffel mit 6 Feuerwehrleuten, absolviert werden. Die Zeitvorgaben sind für die Löschgruppe 7,5 Minuten und für die Staffel 8,5 Minuten. Schiedsrichter aus benachbarten Kreisen beobachteten die Übungen und vergaben Punkte. Die Einsatzkräfte in Löschgruppen und Staffeln sind in Trupps mit genau definierten Aufgaben aufgeteilt. So muss zum Beispiel ein Trupp unter Atemschutz die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff übernehmen. Ein zweiter Trupp geht über tragbare Leitern vor und verhindert ein Übergreifen des Feuers.

„Die gestellten Aufgaben kommen einem realistischen Einsatzgeschehen sehr nahe und decken fast alle Herausforderungen ab, die uns bei einem Wohnungsbrand begegnen können“, meint der Kreisbrandinspektor dazu.

von Klaus Böttcher

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