Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Hochwasser erreicht Marburg

Regen und Tauwetter Hochwasser erreicht Marburg

Leistungsstarke Pumpen und Sandsäcke für den Hochwasserschutz - der Landkreis ist gerüstet. Die Prognosen fürs Wochenende verlangen den Einsatzkräften keine besonderen Vorkehrungen ab.

Voriger Artikel
Notdienst verkürzt die Öffnungszeiten
Nächster Artikel
„Bei Freunden ist die Religion egal“

Hier und da trat das Lahnwasser in Marburg bereits am Freitag übers Ufer – am Wochenende sollen die Pegelstände deutlich steigen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Nach den Prognosen des Hochwasserlagezentrums Lahn beim Regierungspräsidium Gießen (RP) werden durch die Niederschläge der kommenden Nacht und das Einsetzen des Tauwetters in den Höhenlagen von Westerwald, Vogelsberg, Taunus und Rothaargebirge die Oberläufe der mittelhessischen Gewässer teils stark ansteigen. Die Meldestufe I, die für kleinere Überschwemmungen an den Flüssen steht, könne erreicht werden, teilt das RP mit.

Da nach den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zum Wochenende mit weiteren kräftigen Niederschlägen zu rechnen ist, geht das Hochwasserlagezentrum davon aus, dass an den Pegeln der Lahn in Marburg, Gießen und Leun sogar die Meldestufe II erreicht oder überschritten werden könnte. Bei dieser Meldestufe komme es zu flächenhaften Überflutungen ufernaher Grundstücke, teilte die Pressestelle des RP mit. Verkehrsbehinderungen auf Gemeinde- und Hauptverkehrsstraßen seien ebenfalls möglich. Außerdem könnten Gebäude in exponierter Lage und Keller gefährdet sein.

2000 Sandsäcke stehen bereit

Die Vorhersagen des Lagezentrums zur Hochwassersituation an der Lahn und deren Nebengewässern können unter www.hwlz.de eingesehen werden. Dort werden täglich Prognoseberechnungen zur Entwicklung der Wasserstände durchgeführt.

Die Feuerwehren und auch die anderen Hilfsorganisationen im Landkreis sind für Hochwassereinsätze stets gerüstet - besondere Vorkehrungen fürs Wochenende müssten nicht getroffen werden, teilte gestern der Fachbereich Gefahrenabwehr beim Landkreis mit. In den Sandsackdepots in Marburg und Biedenkopf lagerten immer insgesamt mindestens 2000 gefüllte Sandsäcke, die mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks sofort in den Einsatz gebracht werden könnten. Hinzu kommen mehrere Zehntausend leere Sandsäcke und Sandvorräte.

Der Kreis verfügt zudem über eine Ausstattung für Hochwasser- und Unwettereinsätze, bestehend aus leistungsfähigen Schmutzwasserpumpen, Stromerzeugern und Wassersaugern.

von Carina Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr