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Hitzige Diskussion um ein Traditionsfest

Marktfrühschoppen Hitzige Diskussion um ein Traditionsfest

Über dieses Fest streitet ganz Marburg. Soll der Marktfrühschoppen in diesem Jahr stattfinden oder nicht? Die Bürger für Marburg fordern den Magistrat auf, die Genehmigung zu erteilen.

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Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Vergangene Woche zeigte die Debatte im Verbindungshaus der Burschenschaft Alemannia, wie weit die Meinungen auseinander liegen. Während SPD und Grüne die Veranstaltung auf dem Marktplatz ablehnen, rechten wie linken Strömungen keine Plattform bieten wollen, sehen CDU und die Bürger für Marburg (BfM) das Thema anders. Man dürfe sich durch bestimmte Gruppen nicht die Entscheidungen abnehmen lassen.

Auch im OP-Forum im Internet wird das Thema Marktfrühschoppen kontrovers und emotional diskutiert. Bei der Umfrage auf op-marburg.de haben fast 3500 User abgestimmt. 60 Prozent sind gegen die Veranstaltung, 40 Prozent dafür.

Die Bürger für Marburg fordern den Magistrat nun auf, die Anmeldung des Marktfrühschoppen-Vereins mit einer Sondergenehmigung für die Nutzung des Marktplatzes auszustatten und dafür Sorge zu tragen, das Fest im Sinne des Grundgedankens durchzuführen. Zudem soll rechts- und linksextremen Gruppierungen verboten werden, den Marktfrühschoppen für Werbung und als Plattform für politische Agitation zu nutzen.

Für die BfM ist klar, das Traditionsfest stehe symbolisch für die Vielfalt und die Liberalität der Stadt. „Darüber stellt der Marktfrühschoppen eine Einmaligkeit in der Festkultur Deutschlands dar, die in vielen Medien beworben wird und ein Alleinstellungsmerkmal Marburgs darstellt“, sagt Stadtverordnete Andrea Suntheim-Pichler.

Der Marktfrühschoppen gilt als das „kürzeste Volksfest Deutschlands“ und findet auf dem Marktplatz in der Oberstadt statt. Im vergangenen Jahr verweigerte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) die Genehmigung, da rechtsextreme Burschenschaften mit dem Fest für sich geworben hatten.

von Carsten Bergmann

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Never Ending Story
Verboten, genehmigt und wieder verboten: Jetzt hat die lange Geschichte um den Marktfrühschoppen in Marburg doch noch einmal eine Wendung erlebt. Foto:Thorsten Richter

Nun gibt es wohl doch keine Genehmigung für den Marburger Marktfrühschoppen in diesem Jahr. Das Regierungspräsidium empfiehlt dem Magistrat, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu folgen. Diese hatte das Volksfest verboten.

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