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Hintergründe des Familiendramas unklar

Tötungsdelikt Hintergründe des Familiendramas unklar

Die Ermittlungen im ­Cappeler Familiendrama laufen auf Hochtouren. Die Hintergründe sind noch nicht aufgeklärt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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Ein Polizeibeamter steht vor dem Mehrfamilienhaus in der Moischter Straße in Cappel, in dem eine 51-jährige Frau getötet wurde. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Seit Freitagmittag hält das Tötungsdelikt in einem Mehrfamilienhaus in der Moischter Straße in Cappel Polizei und Staatsanwaltschaft in Atem. Ein 23-Jähriger wird verdächtigt, dort am Freitag gegen 12.40 Uhr seine Schwiegermutter (51) erstochen zu haben (die OP berichtete). Zudem wurden seine Ehefrau und sein 20-jähriger Schwager verletzt.

Staatsanwältin Annemarie Petri berichtete gestern auf Anfrage der OP, dass es noch keine gesicherten Erkenntnisse gebe, wie sich die Familien-Auseinandersetzung abgespielt habe. Der Tatverdächtige, der sich noch am Freitag der Polizei gestellt hatte, befindet sich nach der Vorführung vor dem Haftrichter in Untersuchungshaft.

Kein Geständnis

Er wurde mittlerweile vernommen. Er habe aber kein Geständnis abgelegt, betonte Petri. In vergleichbaren Fällen ist es häufig so, dass ein Täter an den unmittelbaren Tathergang keine Erinnerung hat und direkt nach einer Tat einen „Blackout“ hat. Die beiden überlebenden Opfer des Familiendramas haben als Verwandte ein Zeugnisverweigerungsrecht. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, wurde nach Angaben der Staatsanwältin am Tatort sichergestellt. Höchstwahrscheinlich wurden mit diesem Messer auch die Ehefrau und der Schwager des Tatverdächtigen verletzt.

Die Spuren werden noch ausgewertet, auch die Ergebnisse der am Samstag vorgenommenen Obduktion liegen noch nicht vor. Unklar sei es auch noch, wie sich das Familiendrama zeitlich abgespielt habe. „Wir haben Angaben vorliegen, die aber noch überprüft werden müssen“, sagte Petri.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen war ein Streit zwischen dem 23-Jährigen und seiner Ehefrau Ausgangspunkt für die Tat. Klar sei, dass es kein stundenlanges Tatgeschehen gegeben habe. Eine rechtliche Bewertung des Vorfalls will die Staatsanwältin erst am Ende der Ermittlungen abgeben.

von Manfred Hitzeroth

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