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Hilfspolizisten beziehen neuen Stützpunkt

Umzug Hilfspolizisten beziehen neuen Stützpunkt

Die Feuerwehrleute weichen, Ordnungspolizisten ziehen ein: Ab sofort ist das Haus Erlenring 11 ein Stützpunkt für die städtischen Sicherheitskräfte. Ihr Ziel: Zoff im Zentrum schlichten.

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Maria Kühn ist eine von neun Hilfspolizisten, die seit gestern in ihrer neuen Dienststelle am Erlenring arbeiten. Die Büros befinden sich in Haus Nummer 11 – den Ex-Dienstwohnungen von Marburger Feuerwehrleuten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Wir versprechen uns von der zentralen Wache ein effektiveres Einschreiten, wenn es im Zentrum zu Konflikten und Beschwerden kommt“, sagt Regina Linda, Chefin des Ordnungsamts. Neun Sicherheitskräfte sind in dem Gebäude hinter der Mensa stationiert. Mit dem Schritt in die Innenstadt soll die Präsenz, die Sichtbarkeit der Ordnungshüter erhöht werden.

Um künftig Streits im Stadtgebiet schneller zu schlichten, wird eine Zusatz-Nachtschicht eingeführt. Von Frühjahr bis Herbst werden spezielle Streifen vor allem die Party-Hochburgen zwischen Marktdreieck, Lahnwiesen, Lahnterrassen, Weidenhausen und Oberstadt abdecken. Die Übergriffe rund um das Marktdreieck, einer Gegend, die vielen als Gefahren-Schwerpunkt gilt, sind im Laufe der Jahre weniger geworden. Wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervorgeht, sank die Zahl der Straftaten im öffentlichen Raum zwischen 2010 und 2012 von 64 auf 41 Fälle (Körperverletzung 17, Sachbeschädigung 14). Lediglich im nicht-öffentlichen Raum - also etwa Straftaten in Häusern und Wohnungen - verzeichnen die Behörden laut PKS einen Anstieg (2010: 236 Fälle, 2012: 284 Fälle).

Das Haus mit den neuen Diensträumen sei, sagt Oberbürgrmeister Egon Vaupel (SPD) „der optimale Standort“ , zumal gute Parkmöglichkeiten für die Ornungspolizisten gegeben seien. Die Kosten für denEtagen-Umbau des neuen Sicherheits-Stützpunkts am Erlenring belaufen sich seinen Angaben zufolge auf rund 100 000 Euro. Die Oberstadtwache am Marktplatz, ergänzt Vaupel, werde aufgrund der neuen Schwerpunkt-Dienst-stelle nicht wegfallen. Das Radar-Team des Ordnungsamts bleibt zudem in der Frauenbergstraße.

Die Pläne, Teile der Ordnungs-polizei an den Erlenring zu verlegen, sorgte vergangenes Jahr für Kritik. Grund: Der Polizisten-Umzug geht auf Kosten von Dienstwohnungen für Feuerwehrleute. Die Brandbekämpfer mussten aus der direkten Nachbarschaft der Leitstelle ausziehen. Ersatz ist noch nicht geschaffen - allerdings wird eine Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes ab Sommer in vier einzelne Appartments umgebaut.

Feuerwehr-Wohnungen: Gewobau soll helfen

„Die Wohnungsfrage ist wichtig für uns, um zeitnah die Einsatzkräfte mobilisieren zu können. Gut, wenn es bis Jahresnede auch mit dem Umbau des Obergeschosses klappt“, sagt Carmen Werner, Leiterin des Fachdiensts Brandschutz.

Ein weiterer Kompensations-Plan von Oberbürger-meister Egon Vaupel (SPD): Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau) soll künftig verstärkt Feuerwehrleuten die Immobilen rund um den Erlenring anbieten. „Um schnell reagieren zu können, sollen die Aktiven der Feuerwehr auch weiterhin nah an ihrer Dienststelle leben können“, sagt er.

Es gebe neben der Kooperation mit der Gewobau eine Absprache mit Vermietern einer angrenzenden Appartment-Anlage, bei frei werdenden Wohnungen, Feuerwehrleute zu bevorzugen.

von Björn Wisker

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