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Hilfestellung für Nachwuchsforscher

Lust auf Wissenschaft Hilfestellung für Nachwuchsforscher

Mit „Lust auf Wissenschaft - Nachwuchsförderung an der Philipps-Universität“ veranstaltete das seit 2008 bestehende Graduiertenzentrum ein umfangreiches Programm für Promovierende.

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Zum Informations- und Vernetzungstag trafen sich Promovierende und Postdocs im Fürstensaal des Schlosses.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. „Sie können MARA selbstbestimmen“, sagte Professor Ulrich Koert, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer zu Beginn der Informationsveranstaltung im Fürstensaal des Landgrafenschlosses. Tipps und Angebote zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses standen auch in diesem Jahr wieder im Fokus des „MARA DAY“. Das Zusammenwachsen von Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Lebens- und Naturwissenschaften zu einer fächerübergreifenden Anlaufstelle mit der Zielsetzung, die Karrierechancen für Akademiker zu steigern, habe seit der Strukturreform 2014 sehr gut funktioniert, berichtete der geschäftsführende Direktor Professor Bernd Hayo. „Zu diesem Grenzaufbruch haben alle Beteiligten einen wichtigen Beitrag geleistet.“

Über die zielgruppenspezifischen Weiterbildungsangebote von Workshops und Seminaren konnten sich die Promovierenden und Postdocs bereits am Nachmittag informieren.

Am Abend lud das Graduiertenzentrum zum Thema „Verantwortungsvolles Forschen an der Philipps-Universität“ Interessierte zu Vorträgen und der Prämierung von Forschungsprojekten ein.

Professor Helmut Remschmidt, Ombudsmann der Philipps-Universität, schilderte in seinem Lichtbildvortrag, welche Aufgaben er als neutraler Vermittler bei wissenschaftlichem Fehlverhalten übernehme.

Immer wieder Fehlverhalten

Die „Vertraulichkeit“ steht bei einer solchen Position an „erster Stelle“. Die Grundhaltung eines jeden Studierenden sollte aber die wissenschaftliche Identität sein, um die akademische Karriere voranzutreiben, mahnte der Emeritus.

Trotzdem kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Fehlverhalten, berichtete Professor Remschmidt: Übernahme von Originalzitaten, Verschweigen von Vorläuferarbeiten oder Nichtbeachtung von Patientenrechten und Datenschutzbestimmungen. Verantwortungsvolles Forschen sei dennoch mit dem persönlichen Ehrgeiz „vereinbar“, sagte Remschmidt.

Im Anschluss präsentierten die jungen Forscher im Drei-Minuten-Takt die persönlichen Forschungsprojekte oder zeigten diese auf den eigens entworfenen Wissenschaftspostern im Foyer. Über insgesamt 10 Vorträge und 18 ausgestellte Poster konnten die Gäste später per Stimmzettel abstimmen.

„Es ist ein sehr schöner Raum, um sich gemeinsam auszutauschen“, berichtete Marion Lange vom Fachbereich Biologie während der Auszählung. Auf dem „grünen“ Plakat zeigte die Promovendin ihr Thema zur „Qualitativen und quantitativen Verknüpfung von Fachdidaktik und Schulpraxis in der ersten Phase der Biologie-Lehrerausbildung“. Die Wissenschaftlerin untersuchte in Experteninterviews und Analysen, ob die Fachlehrerausbildung in der ehemaligen DDR prinzipiell mehr praxisorientiertes Wissen vermittelte, im Vergleich zu heutigen Bildungsaspekten.

von Arnd Hartmann

Prämierung:

Die jeweils besten drei Poster und Vorträge wurden mit einem Bildungsgutschein über 100 Euro für MARA-Qualifikationsangebote prämiert:

Poster

  • Platz 1: Andreas Trabert; Auf Hammetts Spuren – Entwicklung eines substanziellen Verständnisses elektronischer Substitutionseffekte am Modellbeispiel der alkalischen Esterhydrolyse
  • Platz 2: Julia Dippel; Places of Power, Worship and Magic: Concepts of Religious Space in Contemporary Paganism in Germany
  • Platz 3: Andrea Gergen; Mentoring und Professionalisierung – Entwicklungsaufgaben von Mentorinnen und Mentoren im Referendariat

Vorträge

  • Platz 1: Dr. Goutham Kumar Ganjam; Case inhibition mitgates alpha-synuclein toxicity in human dopaminergic neurons
  • Sven Wieth; Die Reform der Schulaufsicht unter dem Paradigma der erweiterten Selbstständigkeit von Schule. Eine organisationsanalytische und institutionengeschichtliche Untersuchung dargestellt am Beispiel des Bundeslandes Hessen
  • Platz 2: Andreas Trabert; Auf Hammetts Spuren – Entwicklung eines substanziellen Verständnisses elektronischer Substitutionseffekte am Modellbeispiel der alkalischen Esterhydrolyse
  • Platz 3: Wei Liu; How does previous experience influence subsequent learning?
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