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Hilfe in Höhe von 1,5 Millionen Euro

30 Jahre Terra Tech Hilfe in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Es ist eine Geschichte der Menschlichkeit. Es ist eine Geschichte, die zeigt, was Menschen hierzulande Sinnvolles für Menschen in Krisenregionen tun können. Und wie über diese Spenden effektive Hilfe geleistet werden kann.

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Dr. Gangolf Seitz (von links), Saskia Rößner, Brigitta Kob, Christian Schmetz, Friedrich Bohl, Immanuel Jacobs und Klaus-Eberhard Völzing brachten sich und bringen sich noch immer in unterschiedlichen Funktionen für den Verein Terra Tech ein.

Quelle: Götz Schaub

Marburg. Um sich einen Ruf zu erarbeiten, muss man gut sein, oder gute Namen ins Spiel bringen oder am besten beides. Terra Tech hat nicht nur gute Namen, es sind auch gute Menschen, die anderen Menschen in fernen Ländern Hoffnung auf ein besseres Leben schenken wollen. Und dies nicht mit Worten oder Versprechungen, sondern schlicht mit Taten.

Ob die drei Gründungsmitglieder Dr. Gangolf Seitz, Klaus-Eberhard Völzing und Friedrich Bohl es vor 30 Jahren jemals für möglich gehalten haben, dass sich die erste Hilfe im Gegenwert von 1200 D-Mark (also 600 Euro) einmal auf Gesamthilfen im Gegenwert von 1,5 Millionen Euro summieren würde? – Einmal angefangen, wurde Terra Tech sehr schnell eine feste Größe für verlässliche Nothilfe und Entwicklungsarbeit in vielen Ländern dieser Welt. Wie konnte das aber so schnell gehen? Ein Redakteur der Zeit verfasste einen Bericht, der mehrsprachig in aller Welt erschien. „So kamen die Anfragen direkt zu uns, wir mussten eigentlich gar nichts mehr machen“, sagt der derzeitige Vorsitzende Dr. Gangolf Seitz.

25 Jahre an der Spitze des Vereins

25 Jahre stellte sich Friedrich Bohl für dieses Amt zur Verfügung. Zur Gründungszeit war er Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dann später Bundeskanzleramtsminister. Für ihn war es keine Frage, ob er sich der Idee von Klaus-Eberhard Völzing anschließt, der seinerzeit über ABM-Kräfte ausrangierte medizinische Gerätschaften sammelte, um sie aufgearbeitet in Länder der Dritten Welt zu schicken. Das machte er 1983 über den Verein Technologie Transfer Marburg.

„Wir stießen dann schnell bei der Frage der Logistik und Finanzierung an unsere Grenzen, weil die Empfänger sich die Dienste gar nicht leisten konnten. So kam der Gedanke auf, selbst finanzielle Mittel zusammenzubringen. So wurde Terra
Tech geboren“, erzählt Völzing. Bohl übernahm den Ersten Vorsitz und das für 25 Jahre. Im Geld sammeln zeigten sich die Macher von Terra Tech erfinderisch. So wurden eigens Discos veranstaltet, über die schließlich das nötige Geld eingespielt wurde. Das Konzept war einfach wie effektiv. Terra Tech suchte sich immer direkt vor Ort verlässliche Organisationen, die die Projekte begleiteten und umsetzten.

Wenn heute irgendwo etwas passiert, etwa ein Erdbeben oder eine Flutkatastrophe, dann verfügt Terra Tech ganz sicher irgendwo in der Nähe über verlässliche Ansprechpartner für Soforthilfemaßnahmen. Hilfe wurde unter anderem schon in Sierra Leone, Nepal, Kenia, Nordirak Äthiopien, auf den Philippinen und auch „vor der Haustür“ in Bosnien geleistet. Aktuell engagiert sich Terra Tech auch in Mexiko. Dort erhalten Menschen, die am Rande von Müllhalden leben, Anleitungen, sich über angelegte Gärten selbst zu versorgen.

 
Hintergrund

Der gemeinnützige Verein Terra Tech unterstützt oder organisiert seit 1986 weltweit Projekte auf dem Gebiet der  Humanitären Hilfe und der nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit. Das Spektrum reicht von klassischer Nothilfe nach Naturkatastrophen (Nahrungsmittel, Medikamente) über den Wiederaufbau (Schulen, Gesundheitseinrichtungen) bis hin zu langfristigen Entwicklungsprojekten (landwirtschaftliche Projekte, Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen).

Dabei arbeitet Terra Tech  stets mit lokalen Partnern zusammen, die die Expertise für die Projektumsetzung vor Ort haben. Terra Tech finanziert seine Hilfe über Spenden, Mitgliedsbeiträgen sowie Zuschüssen von öffentlichen Gebern (BMZ, Auswärtiges Amt) und Stiftungen. Der Verein ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und über diesen bei der Aktion Deutschland Hilft (ADH), außerdem bei Venro (Vereinigung entwicklungspolitischer Nicht-Regierungs-Organisationen).

Mehr Infos über den Verein gibt es im Internet unter: www.terratech-ngo.de

von Götz Schaub

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