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Hilfe für verarmte Grundschüler im Senegal

Spenden-Aktion Hilfe für verarmte Grundschüler im Senegal

Lesebücher, Mittagessen und ein normaler Schulalltag - all das ist keine Selbstverständlichkeit in der senegalesischen Grundschule.

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Auf Spenden für die Schulkinder hoffen Kassenprüfer Dieter Jöckel (von links), Oberbürgermeister Egon Vaupel als Schirmherr des Projekts und Vereinsvorsitzender Salim Sahip.Foto: Ina Tannert

Marburg. Seit Anfang 2013 unterstützt der Marburger Verein für interkulturelle Bildung und Austausch bedürftige Kinder und Jugendliche in Afrika. Seitdem hat sich Salim Sahip, Vereinsgründer und Initiator des Projekts, bereits dreimal auf den langen Weg in den westafrikanischen Senegal und die Hauptstadt Dakar gemacht, jedes Mal mit großzügigen Spenden aus Marburg in der Tasche. Diese kamen den Grundschülern der „Ecole Elémentaire en Demba Ndoye” zugute. Rund 650 Kinder besuchen die staatliche Schule mit Förderstufe.

Betreut werden sie von zwölf Lehrern und einem Erzieher, die Schulklassen sind sehr groß. Im Senegal gibt es eine sechsjährige allgemeine Schulpflicht, doch nur die wenigsten staatlichen Institutionen können der Masse an schulpflichtigen Kindern gerecht werden.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen an Ort und Stelle versucht der Verein daher ein neues, nachhaltigeres Schulsystem zu entwickeln. Aber auch im alltäglichen Schulalltag häufen sich Probleme, die eine grundlegende Schulbildung stark beeinflussen.

Mängel gibt es vor allem bei verfügbaren Unterrichtsmaterialien, dem Förderunterricht, der Versorgung der Kinder mit Nahrung und der Hygiene, teilte der Verein mit. „Durch eine unsaubere Umgebung sind Hautkrankheiten und Parasitenbefall sehr verbreitet“, erzählte der Vereinsvorsitzende, der die unhygienischen Zustände selber erlebte.

Während der vergangenen Besuche in Afrika konnte der Verein bereits einiges erreichen, rund 3000 Euro kamen nach dem ersten Spendenaufruf zusammen. Mit dem Geld stattete der Verein die Schüler mit dringend benötigten Lese-, Rechen- und Wörterbüchern aus, verbesserte die ärztliche Versorgung der Kinder, organisierte eine Sanierung des Schulgebäudes sowie eine grundlegende Instandsetzung und Säuberung der Trinkanlagen und Toiletten. Erreicht werden konnten die Hilfsmaßnahmen vor allem durch großzügige Spenden aus Marburg, lobt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), Schirmherr des Projekts, die Spendenbereitschaft der Bürger.

Im September soll das Projekt fortgeführt werden, dieses Mal wollen die Initiatoren besonders die sehr armen Kinder der Schule unterstützen. Diese haben zweimal in der Woche Ganztagsunterricht, die Familien können sich jedoch weder Schulbücher noch Mittagessen leisten. „Die Kinder haben seit dem Morgen nichts mehr zu essen. Ein Mittagessen kostet nur 50 Cent, doch dafür reicht das Familieneinkommen nicht aus“, erklärte Salim Sahip.

Nur rund 500 Euro wären nötig um die armen Schüler für ein ganzes Jahr zu versorgen. Dafür braucht der Verein Spenden für die Grundschulkinder.

Weitere Informationen im Internet unter: www.interkultur-marburg.de

von Ina Tannert

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