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Hilfe für Sterbende und Angehörige

Neue Hospizbegleiterinnen Hilfe für Sterbende und Angehörige

Die Malteser in Marburg haben während eines Gottesdienstes die Entsendung zwölf neuer Hopizbegleiterinnen gefeiert.

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Die neu ins Amt eingeführten Hospizbegleiterinnen zusammen mit der Lehrgangsleitung Nicole Ofer und dem Kreisbeauftragten der Malteser Hans Gottschlich.

Quelle: privat

Marburg. Diakon Thomas Hielscher, gleichzeitig Ortsbeauftragter der Malteser in Schröck, segnete die Ehrenamtlichen und wünschte ihnen für ihre anspruchsvolle Tätigkeit viel Kraft, stets die richtigen Worte aber auch den Mut, zu schweigen und einfach nur für die Schwerstkranken da zu sein. Die zwölf Frauen hatten zuvor fünf Monate lange Ausbildung und Praxisphase bei den Maltesern absolviert. Zukünftig werden sie schwerstkranken Menschen in Marburg und Umgebung zur Seite stehen.

Hans Gottschlich, Kreisbeauftragter der Malteser in Marburg-Frankenberg, sagte: „Seit über vier Jahrzehnten sind die Malteser in der ambulanten Hospizarbeit tätig und suchen stets ehrenamtliche Unterstützung für diesen Dienst. Mit den neuen Hospizbegleiterinnen können wir diese Tradition fortführen und schwerstkranken Menschen ermöglichen, bis zuletzt in Würde bei ihren Lieben in ihren eigenen vier Wänden zu leben.“

Die neuen Begleiterinnen wurden in einer umfangreichen, praxisnahen Ausbildung sorgfältig auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Inhalte sind neben verschiedenen sozialpsychologischen Themen auch Exkursionen wie zum Beispiel ein Besuch des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Auch nach der Ausbildung werden die Hospizbegleiterinnen eng von den Maltesern betreut und unterstützt. Hierzu gehören Supervisionen, Gruppenabende oder stetige Fortbildungen zum Beispiel im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen.

Die Malteser-Hospizbegleiterinnen besuchen sterbende Menschen aber nicht nur zu Hause, sondern auch in Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus. Dabei schenken die ehrenamtlichen Mitarbeiter vor allem Zeit, in der sie sich nach den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der Betroffenen richten: Spazieren gehen, Vorlesen oder ein Gebet sprechen können genauso dazugehören wie kleine Ausflüge. „Die Hospizbegleiterinnen sind aber nicht nur für schwerstkranke und sterbende Menschen da, sondern haben auch ein offenes Ohr für Fragen, Sorgen und Nöte der Angehörigen in der Zeit des Abschiednehmens. Die Ehrenamtlichen schenken somit auch den Angehörigen, die oft seelisch belastet sind und trotzdem in dieser Zeit Außergewöhnliches leisten, Entlastung und die Möglichkeit, einmal aufzutanken“, erklärt Nicole Ofer, Koordinatorin des Hospizdienstes.

Das Angebot der hospizlichen Begleitung steht allen Menschen offen - unabhängig von Alter, Nationalität oder Weltanschauung. Der Hospizdienst der Malteser versteht sich als Lebensbegleitung und schließt somit die aktive Sterbehilfe aus.

  • Ende April starten die Malteser einen neuen Ausbildungskurs und laden vorab ein zu Info-Veranstaltungen am Montag, 21. März, sowie Montag, 4. April, jeweils ab 18 Uhr im Haus der Begegnung St. Vinzenz, Bahnhofstraße 21.
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