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Herbstlust statt Sommerfrust

1. September Herbstlust statt Sommerfrust

Der Sommer war in diesem Jahr nicht in Höchstform. In Winterdepressionen braucht man deshalb aber noch lange nicht zu verfallen.

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Ein herbstlicher Augenblick auf den Lahnbergen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Ein konstanter Sommer sieht anders aus: Es begann im Juni mit großer Trockenheit und der ersten Hitzewelle über Pfingsten. Der Juli brachte viele Gewitter mit Regengüssen und der August fühlte sich mancherorts schon herbstlich an. Meteorologisch beginnt die „bunte Jahreszeit“ am heutigen 1. September, astronomisch erst am 23. September. Wir haben zehn Dinge zusammengestellt, an denen Sie erkennen, ob es wirklich schon Herbst ist:

Nebulös: Eigentlich ist er nichts anderes als eine Wolke mit Bodenkontakt - der Nebel, der die Umgebung im Herbst oft in einen mystischen Schleier hüllt. „Zu dieser Jahreszeit werden die Nächte wieder kälter und der Boden beginnt sich allmählich auszukühlen“, erklärte OP-Meteorologe Roland Schmidt. Wenn die kalte Luft einen Teil des Wassers abgeben muss und Wasserdampf kondensiert, entsteht Nebel.

„Ozapft is!“: Nicht nur in München, wo ab dem 20. September bei der 181. Auflage wieder Millionen von Besuchern in etwa genauso viele Maß Bier trinken, findet das Oktoberfest statt. Auch in vielen Orten im Landkreis locken Gerstensaft, Brezeln und Weißwürste die Menschen in Festzelte und Gaststätten.

Der Heizölpreis steigt - oder etwa doch nicht? Heizöl-Verbraucher haben kaum einen Einfluss auf wirtschaftliche oder politische Entscheidungen und können auch keine Kriege oder Naturkatastrophen verhindern. Dass Anbieter ihre Preise vor der Heizperiode extra anheben, da sich viele Menschen dann mit dem Rohstoff eindecken, lässt sich aber nicht belegen. Zwar hatte Heizöl 2013 tatsächlich Ende August mit knapp 88 Cent pro Liter einen Höchststand. Anschließend sank der Preis jedoch wieder und pendelte sich bei etwa 80 Cent ein.

Höllenmaschinen: Laubsauger- und bläser - die Folterinstrumente der Neuzeit für die Nachbarn.

Volkssport „Pilze fangen“: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden heißt im Herbst, seine Spaziergänger-Ausrüstung um zwei wichtige Details zu erweitern: Ein Messer und einen Korb.

Altweibersommer: „Im September gibt es häufig die ruhigsten Wetterlagen, da sich die Gegensätze zwischen Nord und Süd in der Atmosphäre ausgleichen“, sagte Meteorologe Schmidt. Deshalb kommt es häufig noch einmal zu einem warmen und sonnigen Spätsommer. Ob dies auch in diesem Jahr der Fall sei wird, steht noch nicht fest - „aber es sieht gut aus“, so Schmidt.

Bunte Auswahl: Es ist Erntezeit und nicht nur Landwirte oder Hobby-Gärtner können aus dem Vollen schöpfen. Ob Kürbisse, Äpfel, Kartoffeln oder Nüsse. Die Verkaufsstände sind gut gefüllt mit frische und gesunde Lebensmittel. Wer Vorräte anlegt und eigene Erzeugnisse einlegt, hat länger etwas davon.

Neue, alte Mitbewohner: Die juckende Stichen werden weniger, das Surren leiser. Die Mücken verschwinden langsam aus den Schlaf- und Wohnzimmern. Dafür ziehen immer häufiger altbekannte Mitbewohner ein, die oftmals ebenso unbeliebt wie die Stech-Insekten sind: Spinnen bevölkern vermehrt die stillen Zimmerecken, um mit fetter Beute den Winter zu überstehen.

Ja, ist denn heut‘ schon...: Nein, noch lange nicht. Mehr als dreieinhalb Monate bleiben noch, um alle Geschenke für die Liebsten einzukaufen und das Weihnachtsmenü vorzubereiten. Trotzdem findet man schon jetzt immer häufiger Lebkuchen, Zimtsterne, Nikoläuse oder Dominosteine in den Sortimenten der Supermärkte. Die Vorweihnachtszeit beginnt im September.

Bastel-Stunde(n): Selbstgebaute Drachen, Figuren aus Eicheln und Kastanien oder Laternen aus Pappmaché. Der Herbst bietet jede Menge Möglichkeiten, sich kreativ zu beschäftigen. Vor allem dann, wenn die Jahreszeit mit nasskühlem Wetter eine weniger schöne Seite zeigt.

von Andreas Arlt und Inga von Horn

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