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"Helmhelden" werben für Sicherheit auf dem Rad

"Ich trag Helm"-­Tour "Helmhelden" werben für Sicherheit auf dem Rad

Mit lautem Klingeln verabschiedeten sich die Teilnehmer der "Ich trag Helm"-­Fahrradtour aus Marburg. Die etwa 100 Teilnehmer haben vier abwechslungsreiche und spannende Tage vor sich.

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Rund 100 Radfahrer sind gestern auf dem Marburger Rathausplatz zur „Ich trag Helm“-Tour gestartet. Am Sonntag endet die Fahrt in Koblenz. 

Quelle: Verena Pophanken

Marburg. Zum Start ihrer Reise erhielten die „Helmhelden“ nicht nur Geschenke, sondern auch praktische Tipps mit auf den Weg. „Unsere Aktion soll für das freiwillige Tragen eines Fahrradhelmes werben“, erklärte Hannelore Herlan, stellvertretende Geschäftsführerin und Pressesprecherin der Deutschen Verkehrswacht, und begrüßte die zirka 100 Teilnehmer gestern im historischen Rathaussaal.

„Sicherer Beutel“ als Startgeschenk

Deren Weg führte die Radler in Richtung Wetzlar, dem Ziel der ersten Etappe. Das Teilnehmerfeld besteht aus 80 Dauer-Radlern, einigen Tagesradlern und etwa 35 Verkehrswächtern. Die Helmhelden bekamen von den Verkehrswächtern einen „Sicheren Beutel“ überreicht. Darin enthalten: ein Trikot, ein Lenkerschild mit Startnummer, Name und Bundesland des Helmhelden sowie Gepäckbanderolen für das Reisegepäck der Radfahrer und ein Tour-Tagebuch. Darin können die Radler ihre Erlebnisse festhalten.

Gewinner erhält kleinste Luftpumpe der Welt

Angeführt wird das Feld vom Verkehrswächter Alexandre da Cruz. Er hat die Strecke geplant und weiß so ganz genau wo es lang geht. Am Ende der Gruppe fährt Verkehrswächterin Ann-Christin Weitauer, die dafür sorgt, dass keiner verloren geht.

Zum Abschluss der viertägigen Tour erwartet den engagiertesten Helmhelden ein kleiner Gewinn. Dieser hat die Möglichkeit die kleinste und stärkste Luftpumpe der Welt zu ergattern.

Zum Start der „Ich trag Helm“­-Tour gab es auf dem Rathausplatz ein besonderes Programm. An Aktionsständen konnten sich die Radler über den richtigen Sitz des Helmes informieren oder an einer Verlosung teilnehmen. Auch das Rote Kreuz (DRK) war vertreten. „Wir zeigen Basismaßnahmen, die man bei einem Unfall anwenden sollte“, erklärt Bettina Schneider vom DRK auf Nachfrage der OP. „Wir zeigen, wie man einem Verletzten den Helm richtig abnimmt und eine Halsmanschette anlegt, sowie die stabile Seitenlage.“

Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland

Am Stand der Oberhessischen Presse hatten Mutige die Gelegenheit, sich einen Fahrradhelm zu erwürfeln. Bei den Mitarbeitern der Sozialen Hilfe Marburg testeten die Radfahrer ihren Drahtesel noch ein Mal auf Herz und Nieren. Bei Klaus Schnitzky von der Kreisverkehrswacht Marburg-Biedenkopf verschafften sich Interessierte einen Eindruck darüber, wie es sich anfühlt, betrunken über Linien zu laufen. Tipps zum guten Sitz des Helmes gaben die Mitarbeiter eines weiteren Infostandes.

„Ich habe von der Aktion über einen Flyer erfahren“, sagte Petra Rudolph (52 Jahre) aus Schröck. Sie hatte bereits eine kleine Radtour hinter sich. „Ich bin von Schröck über Cappel hierher gefahren“, erzählt sie gut gelaunt.

Doch nicht nur hessische Radler nehmen an der Tour teil. Karl Heinz Eggebrecht (66 Jahre) und Jürgen Günther (75 Jahre) kommen aus der Residenzstadt Neustrelitz. „Wir haben über die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern von der Tour erfahren und uns gleich angemeldet“, berichtet Eggebrecht. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Tubabs Percussion aus Gießen und das Fabian-Schreiber-Trio aus Speyer.

Die zweite Etappe startet heute in Wetzlar und endet in Limburg. Von dort geht es am Samstag nach Bad Ems. Von Bad Ems wird am Sonntag das Etappenziel Koblenz angesteuert.

von Verena Pophanken

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