Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Gewitter

Navigation:
Hellwig war Gesicht der Vhs

Nachruf Hellwig war Gesicht der Vhs

Im Alter von 75 Jahren ist am Montag Hilmar Hellwig, der ehemalige Leiter der Marburger Volkshochschule, gestorben.

Voriger Artikel
Aufzug soll Kurven fahren
Nächster Artikel
Fahrplanwechsel: Freude im Osten und Frust im Süden

Hilmar Hellwig. Archivfoto

Marburg. Redegewandt und humorvoll und stets elegant gekleidet: So war Hilmar Hellwig über Jahrzehnte in der Universitätsstadt Marburg eine feste Größe. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 1967 als neuer Leiter der Marburger Volkshochschule war Hilmar Hellwig erst 28 Jahre alt und hatte sein Lehramtsstudium mit den Fächern Englisch und Politik an der Philipps-Universität noch nicht beendet. Dafür war er von Kassel nach Marburg gekommen. Eigentlich war es sein Ziel gewesen, Gymnasial­lehrer zu werden. Doch dann entschied er sich doch für eine Karriere in der Erwachsenenbildung.

Mehr als 30 Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003, hatte er dann die Leitung der Vhs Marburg inne und prägte in dieser Zeit das Kursprogramm und das Bild dieser Institution in der Öffentlichkeit.

„Er war das Gesicht der Volkshochschule. Er arbeitete dafür 24 Stunden am Tag“, erinnerte sich Dr. Udo Engbring-Romang, langjähriger Mitarbeiter der Volkshochschule und derzeit bei der Vhs für den Bereich „Gesellschaft“ verantwortlich. Dabei habe sich Hellwig auch immer vor seine Mitarbeiter gestellt. Hellwig habe vor allem in den 70er Jahren in der Marburger Vhs einiges in Bewegung gebracht und beispielsweise auch die Aufarbeitung der NS-Geschichte in Marburg vorangetrieben. Zudem habe sich Hellwig auch für die Demokratisierung der Vhs eingesetzt.

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand hatte sich Hellwig eigentlich vorgenommen, ein Buch über die Geschichte der Marburger Volkshochschule zu verfassen. Dieses Vorhaben konnte er jedoch nicht zu Ende bringen.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr