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Helfer kämpfen rund um die Uhr für Mühlberg

Hochwasser Helfer kämpfen rund um die Uhr für Mühlberg

Die heimischen Einsatzkräfte sind im brandenburgischen Mühlberg in einer der derzeit kritischsten Hochwasserzonen im Einsatz. Ob ihre Bemühungen letztlich erfolgreich sind, zeigt sich in den kommenden 24 Stunden.

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Der Wasserstand der Elbe erreichte bei Mühlberg gestern 9,57 Meter. Das ist dreimal mehr als normal – aber auch noch fast ein halber Meter weniger als bei der Jahrhundertflut 2002. Seit Mittwoch gilt Katastrophenalarm. Der Scheitelpunkt der Flutwelle wird an dieser Stelle im Laufe des heutigen Tages erwartet, so Feuerwehrsprecher Stephan Schienbein gestern.

Rund um die Uhr sind bei Mühlberg 600 Einsatzkräfte tätig, darunter die 120 Männer und Frauen von Feuerwehren, DRK und DLRG aus unserem Landkreis. Das Team hat sich aufgeteilt, füllt Sandsäcke und arbeitet in Zwölfstundenschichten, um die Deiche zu erhöhen und weiter abzusichern. Gestern Abend verluden die Helfer aus dem Kreis nach Schienbeins Angaben Sandsäcke, die zum Teil per Hubschrauber angeliefert wurden in Boote, um damit flussaufwärts einen gefährdeten  Deichabschnitt stabilisieren zu können. Nach wie vor schwebt aber das Damoklesschwert über der 4 000-Einwohner-Stadt, dass die Deiche der Flutwelle am Ende doch nicht standhalten könnten.

Ein Pflegeheim in der Altstadt wurde bereits evakuiert, 2 100 Anwohner wurden aufgefordert, freiwillig ihre Wohnungen zu verlassen. „Ob sich das auszahlt, was wir hier machen, wissen wir natürlich nicht“, sagt Schienbein, ist aber guten Mutes, denn: „Die Motivation in der Helfertruppe ist sehr hoch.“ Auch die THW-Mitarbeiter aus Marburg sind weiterhin an den Deichen der sächsischen Stadt Torgau im Einsatz. Auch sie füllten gestern Sandsäcke und versuchten damit, die örtlichen Deichanlagen zu verstärken.

von Michael Agricola

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