Wenn die Batterie streikt, eilt Gunnar Stauzebach zur Hilfe. Bei diesen arktischen Temperaturen warten bis zu 40 Einsätze in 24 Stunden auf das Team des Abschleppunternehmers.
Marburg. Ob die streikende Batterie oder plötzliches Stehenbleiben – in diesen Notfällen hilft der ADAC. Zumindest wenn die Notrufnummer erreichbar ist. So geschehen einem Pannenopfer in den Morgenstunden in Goßfelden. Plötzlich blieb sein Auto stehen, nichts ging mehr. Zunächst versuchte er mit seinem Mobiltelefon den ADAC zu erreichen. Vergeblich. Auch der Versuch via Festnetz bei einem Anwohner scheiterte. „Es tut uns sehr leid“, entschuldigt sich Tanja Ahrens vom ADAC Hessen-Thüringen. „Die Leitungen waren komplett überlastet. Wir können nicht ganz Deutschland am Telefon haben.“
In Marburg bedeuteten die arktischen Temperaturen für Gunnar Stauzebach Einsatz rund um die Uhr. Bis zu 40-mal musste der ADAC-Pannendienst mit Sitz in Marburg ausrücken. Mal reichte es, die eingefrorene Batterie zu überbrücken, Mal musste der Pannenhelfer die Autofahrer zunächst ins Warme bringen und konnte dann erst den Pkw abschleppen. „Als Erstes zählt der Mensch, dann erst die Technik“, sagt Gunnar Stauzebach. Droht ein Pannenopfer länger als eine halbe Stunde in der Kälte zu stehen, kommt zumindest der Abholservice direkt vorbei.
von Carsten Bergmann
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