Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Helfer flickt das Zuhause der Tiere

OP-Serie: tierisch - menschlich (letzte Folge) Helfer flickt das Zuhause der Tiere

Sascha Pajung hat das vielleicht ungewöhnlichste Ehrenamt im Cappeler Tierheim: Er ist der freiwillige Hausmeister, sorgt dafür, dass Technik und Co. funktionieren.

Voriger Artikel
Schichtdienst auch an den Feiertagen
Nächster Artikel
Drogensüchtiger muss ins Gefängnis

Der freiwillige Hausmeister des Cappeler Tierheims, Sascha Pajung (39).

Quelle: Björn Wisker

Marburg. Die Helfer im Tierheim – sie erzählen oft, dass sie den Dank der Tiere spüren. Bei Sascha Pajung ist das etwas anders, ihn treibt die Dankbarkeit der Menschen an.

Der 39-Jährige engagiert sich seit mehr als einem Jahr als freiwilliger Hausmeister, repariert alles in der Einrichtung. „Rasen mähen, Hecken schneiden, Türen ölen, Lampen wechseln. Irgendwie wurde ich wohl zum Allrounder“, sagt er.

Eigentlich habe er sich im Tierheim als Gassigeher einbringen wollen, aber seine Arbeitszeiten verhinderten das. Stattdessen also die Fortsetzung seines Berufs im Ehrenamt. „Es gibt hier so viel zu tun, vom tropfenden Wasserhahn bis zu defekten Toren. Und es mangelt eben am Geld, von daher ist es umso wichtiger, dass die Dinge lange halten, instand gesetzt werden“, sagt er.

Wann immer er über das Gelände, durch das Haus gehe, fallen ihm „Kleinigkeiten auf, die aber gemacht werden müssen“. Nicht nur für die Optik, wenn Besucher in die Einrichtung kommen, sei das wichtig. „Die Sachen müssen ja auch funktionieren. Defekte Türen, das geht ja gar nicht, dann büchsen noch Tiere aus“, sagt er.

Sein Können hat er quer durch Haus und auf dem Grundstück gezeigt: Er hat ein Holztor gebaut und gespendet, tauscht defekte Kabel aus, flickt die Zäune. „Mein Job ist es, Erleichterung zu schaffen“, sagt er. „Im Tierheim kümmern sich alle liebevoll um die Tiere, aber nicht alle sind handwerklich begabt. Und einen Handwerker kommen zu lassen, kann teuer werden. Da bin ich froh, etwas beizutragen, ihnen auf diese Weise Hilfe leisten zu können.“

„Mich überhaupt einzubringen, dass war sowohl eine Kopf- als auch Bauchentscheidung. Ich wusste, dass ich etwas machen will. Dass es dann diese Arbeit geworden ist, ist aber Zufall. Scheint, als sei ich in dieser Rolle am wertvollsten“, sagt er.

Ganz nebenbei verliebte sich Pajung kürzlich noch in einen Hund. Ein Tier, dass er sogleich aus Cappel mit nach Hause nahm. „Geplant wars nicht, aber er saß mir gleich im Herz.“

von Björn Wisker

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr