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Hehlerei mit Mähern bringt Haftstrafe

Amtsgericht Marburg Hehlerei mit Mähern bringt Haftstrafe

Weil er mit Diebesgut gehandelt hatte, musste sich ein 45-Jähriger aus Amöneburg vor dem dem Amtsgericht Marburg verantworten. Der Amöneburger hatte im vergangenen Jahr mehrere gestohlene Gegenstände erworben und teilweise weiterverkauft.

Marburg. Der Amöneburger betrieb einen Schrotthandel. Er wurde von einem Bekannten regelmäßig mit Waren beliefert. Meist einmal im Monat verkaufte dieser ihm überwiegend Fahrräder, aber auch Rasenmäher, einmal einen Rasentraktor von nicht unbeträchtlichem Wert.

Problematisch war an der Sache, dass der Angeklagte eigentlich wusste, dass besagter Mann, mit dem er Handel trieb, dafür bekannt war „öfters mal zu klauen“. Es war dem Angeklagten schon klar, dass die meisten Sachen gestohlen sein mussten, wie er ein wenig zerknirscht vor Gericht gestand. Aber seine eigene finanzielle Situation war so desolat, dass er auf die Angebote des Mannes immer wieder einging.

Das Leben am Existenzminimum habe seine Bedenken und sein moralisches Empfinden außer Kraft gesetzt, wie er vor Gericht äußerte. Er war sich der Tatsache bewusst, dass er gewerbsmäßige Hehlerei betrieb. Bis dann eines Tages die Polizei auf seinem Grundstück erschien, die dem Treiben ein Ende bereitete. Die Anklage lautete auf Hehlerei in fünf Fällen.

Der Angeklagte bekannte sich nach nur sehr kurzer Zeit „in der Sache als schuldig“. Richter Schulte verhängte eine Strafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung mit dreijähriger Bewährungszeit. Damit kam er der Forderung der Verteidigung nach. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von einem Jahr und sechs Monaten gefordert.

Doch das schnelle Schuldbekenntnis und seine Aussage bei der Polizei, die hilfreich bei der Ermittlung gegen den Haupttäter war, hatten sich strafmildernd auf das Urteil ausgewirkt. Mit dem Mann, von dem er das Diebesgut gekauft hatte, will der Angeklagte sein Lebtag nichts mehr zu tun haben.

von Philipp Rasch

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