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"Happy"-Welle erfasst Marburg

Spaßbewegung dreht Musikvideo "Happy"-Welle erfasst Marburg

Der neueste Internet-Trend hat nun auch Marburg infiziert: Zu Pharrell Williams‘ Chart-Erfolg "Happy" tanzen weltweit Menschen durch ihre Städte, filmen sich dabei und stellen das Video bei Youtube ins Internet.

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Marburg. Partystimmung auf den Lahnterrassen, in der Bibliothek, im Uni-Stadion und der Mensa: Marburgs Happy-Video zeigt die Stadt von ihrer jungen Seite. „Es ist eine Studenten-Edition des weltbekannten Songs“, sagt Sercivan Ungan. Eine Woche lang lief der Lehramtsstudent durch die Stadt, sprach Leute an, drehte einzelne Episoden vor verschiedenen Kulissen. „Alles ganz spontan“, sagt er. Er sei vor und nach den Vorlesungen auf die Hochschüler zugegangen, habe ihnen von der Video-Idee erzählt. „Das kam gut an, die Studis waren immer offen und freundlich, haben mitgezogen“, sagt er.

Für eine „La Ola“-Welle auf den Lahrterrassen trommelte er rund 100 Tänzer zusammen, am Trojedamm studierten Dutzende Teilnehmer eines Fitnesskurses extra eine Choreografie ein und der Lesesaal der UB wird durch Feier-Fans kurz zu einem Tanztempel verwandelt. Insgesamt wirken 300 Marburger in dem Video mit, das am Wochenende veröffentlicht wurde und bereits mehr als 1200 Klicks zählt. Der Clip sei längst überfällig gewesen, sagt Ungan. „Marburg ist mindestens genau so happy, wie alle anderen Städte, in denen so ein Video bisher gedreht wurde.“

Die Universitätsstadt gesellt sich nun zum Reigen von mehr als 430 Städten, in denen Tänzer fröhlich durch die Straßen ziehen.Die Spaßbewegung ist kreativ, viele Bewohner inszenieren die speziellen Eigenschaften der Stadt, in der sie leben: In der „Happy Dresden Edition“ tanzen etwa die Dresdner in Barockkostümen vor der Frauenkirche, auf den Bermudas springt ein Delfin im Takt aus dem Wasser, in Rom präsentieren die Tänzer mal eben ihre schönsten Sehenswürdigkeiten als tanzbare Kulisse. Andere setzen auf Kunst und Humor, wie etwa die Breakdancer in Rostock oder der tanzende Affe in Potsdam.

Woher stammt die Happy-Hysterie? Sie fußt auf dem Lied des US-amerikanischen Pop- und Soul-Sängers Pharrell Williams. Er tanzt 24 Stunden lang: Mit der Veröffentlichung des Liedes im November 2013 ging auch die Internetseite 24hoursofhappy.com an den Start. Auf dieser soll laut eigener Aussage das längste Musikvideo der Welt zu sehen sein. Passend zu jeder Tages- und Nachtzeit tanzt Williams gemeinsam mit vielen anderen zu seinem Hit durch die Straßen.

Sercivan Ungan ist vor allem von Marburgs Mädels begeistert: „Die waren richtig motiviert, zeigten vollen Körpereinsatz und steuerten selbst viele gute Ideen bei, etwa spezielle Bewegungen. Dass es mit dem Video geklappt hat, ist den Frauen hier zu verdanken“, sagt er.

von Björn Wisker

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