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Halle soll Namen von „Mister Cappel“ tragen

Sporthalle am Köppel Halle soll Namen von „Mister Cappel“ tragen

Die Sporthalle der Erich-Kästner-Schule soll in „Conrad-Hahn-Halle“ umbenannt werden.

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Die Sporthalle in der Beethovenstraße soll künftig den Namen eines 2012 verstorbenen, vielfach geehrten Ur-Cappelers tragen: Conrad Hahn.

Quelle: Ruth Korte

Cappel. Das hat der Ortsbeirat Cappel der Stadtverordnetenversammlung vorgeschlagen. Bislang trägt das Gebäude in der Beethovenstraße keinen Namen – im Sprachgebrauch heißt sie „Sporthalle am Köppel“. Die Umbenennung soll an den im November 2012 verstorbenen Ur-Cappeler im Stadtteil erinnern.

Zur Person: Conrad Hahn amtierte 1952 in der damals noch eigenständigen Gemeinde Cappel als ehrenamtlicher Bürgermeister. Sieben Jahre später – und bis zur Eingemeindung in die Universitätsstadt (1974) – war er der hauptamtliche Bürgermeister des Orts. Nach dem Ende der Amtszeit war er bis 1993 Ortsvorsteher in Cappel, zuvor jahrelang Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung. Der im Alter von 90 Jahren Verstorbene war vielfältig ehrenamtlich tätig – etwa im Vorstand der evangelischen Kirche Cappel – und ist unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Der Theologie-Professor Siegfried Keil bezeichnete Hahn auf dessen Feier zum 90. Geburtstag als „einen der aktivsten Bürger Cappels überhaupt“.Sein Lebenslauf ist geprägt von den Aktivitäten des Bau- und Genossenschaftsvereins, in dessen Wohnungen mittlerweile rund 500 Menschen wohnen und der die Wohnungsnot in Marburg und Cappel nach dem zweiten Weltkrieg linderte. Ebenso von den Verhandlungen vor der Gebietsreform 1974, als der Ort der Stadt Marburg zugeschlagen wurde. Auch Hahns Engagement im TSV Cappel galt vielen als vorbildlich.

Sport war Leidenschaft

Sport war neben der Politik stets die große Leidenschaft des Mannes, der auch die Auszeichnung als „Städtältester“ erhielt: Selbst in hohem Alter war Hahn, der mit Kriegsleiden und dem Tod seiner Frau schwere Schicksalschläge erlitt, morgens stets einer der ersten im Fitnessstudio. Auch deshalb wird die Halle sowohl vom Ortsbeirat als auch vom Magistrat „als angemessene Örtlichkeit für eine Würdigung“ angesehen.

Die Erich-Kästner-Schule hat nach Magistratsangaben keine Einwände erhoben, weshalb die Stadtverordnetenversammlung im Januar über die Namensgebung entscheiden wird.

von Björn Wisker

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