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Haftbefehl gegen Messerstecher

Auseinandersetzung vor "Desbarado" Haftbefehl gegen Messerstecher

Nach der Messerstecherei am Sonntagmorgen hat am Montag der zuständige Richter des Amtsgerichts gegen den festgenommenen 22-jährigen Mann einen Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdelikts erlassen.

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Vor dem „Desbarado“ in der Reitgasse ist es in der Nacht zum Sonntag zu einer Messerstecherei gekommen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der Tatverdächtige machte von seinem Recht zu schweigen Gebrauch. Der 22-jährige war aus der Gaststätte „Desbarado“ verwiesen worden. Als er wenige Minuten später zurückkehrte, kam es zu der Auseinandersetzung, in deren Verlauf er zwei Türsteher durch Messerstiche schwer verletzte (die OP berichtete).

Die verletzten 30 und 34 Jahre alten Männer, befinden sich noch im Krankenhaus. Es besteht keine akute Lebensgefahr, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Es stehe fest, dass der 22-Jährige ein Mitglied einer Motorradgruppe aus einem benachbarten Bundesland ist. Auch durch die intensiven Ermittlungen der Kripo ergaben sich keine Hinweise auf einen Zusammenhang des Tatgeschehens in der Reitgasse mit Auseinandersetzungen zwischen Motorradgruppen. Die Kripo bittet Zeugen, sich zu melden und hat dabei insbesondere folgende Fragen: Wer kann etwas zu besonderen Vorkommnissen in der Gaststätte sagen, die in der Nacht zum Sonntag vor 5 Uhr passierten? Wer hat im Vorraum der Gaststätte die Auseinandersetzung zwischen dem später Festgenommenen und den Türstehern mitbekommen? Gibt es zum Beispiel unter den Anwohnern oder Nachtschwärmern Zeugen, die Angaben zum Tatgeschehen in der Reitgasse machen können?

Hinweise an die Kripo Marburg, Telefon 06421/4060.

Attacke kurz vor Sperrzeit

Die Messerattacke hatte sich kurz vor der sogenannten „Putzstunde“ ereignet, die laut Sperrzeitverordnung des Landes Hessen zwischen 5 und 6 Uhr gilt.

Gaststätten können ansonsten den ganzen Tag über ihre Räume im Gebäude öffnen, teilte Stadt-Pressesprecherin Sabine Preisler auf OP-Anfrage mit: „Als Stadt kümmert sich Marburg unabhängig von dieser Landesverordnung um den Lärmschutz. So werden mit einzelnen Gaststätten individuelle Vereinbarungen getroffen, um für die Nachtruhe der Anwohner Sorge zu tragen.“

Darauf hin seien beispielsweise vom „Desbarado“ Lärmschutzfenster eingebaut und Türsteher eingeführt worden.

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Messerstecherei
Vor der Gaststätte „Desbarado“ kam es Anfang August zu einer Messerstecherei. Foto: Nadine Weigel

Zur Messerstecherei vor der Oberstadt-Gaststätte „Desbarado“ hat inzwischen auch der 22-jährige Tatverdächtige eine Aussage gemacht.

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