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Haarprobe in U-Haft entnommen

"Frühchen-Fall" Haarprobe in U-Haft entnommen

Im Fall der schweren Medikamentenvergiftung bei einem in der Marburger Kinderklinik geborenen Frühchen hat die Staatsanwaltschaft Marburg weitere Ermittlungsschritte eingeleitet.

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Laut eines Berichts der BILD-Zeitung sollen die Proben ausgewertet und die entsprechenden Substanzen in geringer Menge nachgewiesen worden sein. Dies bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht.

Quelle: dpa

Marburg. Die Sprecherin der Behörde, Ute Sehlbach-Schellenberg, bestätigte am Sonntag, dass bei der Krankenschwester in der Untersuchungshaft eine Haarprobe entnommen wurde. Dabei soll geklärt werden, ob sich bei der Frau die Narkosemittel nachweisen lassen, die dem Frühchen verabreicht worden waren. Auch die Abschluss-Ergebnisse aus der Obduktion eines anderen Frühchens, das im Februar exhumiert wurde, stünden noch nicht fest.

Der Fall hält die Öffentlichkeit seit drei Monaten in Atem: Anfang Februar war eine Krankenschwester festgenommen worden, nachdem bei einem 30 Tage alten Frühchen Narkosemittel im Blut festgestellt worden waren.  Wenig später wurde der Leichnam eines Babys im Schwalm-Eder-Kreis exhumiert. Auch in diesem Fall gibt es laut Staatsanwaltschaft noch kein Ergebnis.

Sprecherin bestätigt BILD-Aussagen nicht

Die BILD-Zeitung berichtet, dass inzwischen Blutproben von sieben Kindern getestet worden sind, die in der Uni-Klinik starben. Nach Angaben der BILD, die keine Quelle dafür nennt, wurden in allen Proben die beiden Substanzen nachgewiesen, die bei dem Marburger Frühchen im Blut waren. Sehlbach-Schellenberg bestätigte diesen Medienbericht nicht. „Zwischenergebnisse geben wir nicht bekannt“, sagte sie. Das UKGM wird sich während der laufenden Ermittlungen weiterhin nicht zu dem Fall äußern, erklärte Sprecher Frank Steibli am Sonntag auf Anfrage der OP.

"Mit Bekanntwerden des Vorfalles am 5. Februar hatte das UKGM entschieden, internes Wachpersonal auf Station zum Einsatz zu bringen, da nicht erkennbar war, von wem die Gefahr für unsere kleine Patientin ausgegangen war. Nach dem Vorfall haben wir ferner als Vorsichtsmaßnahme einige Abläufe auf Station verändert und behalten diese bis heute bei", erklärte Steibli.

von Anna Ntemiris

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