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Gutes tun und gewinnen in der Vorweihnachtszeit

Terra Tech Gutes tun und gewinnen in der Vorweihnachtszeit

Ab kommender Woche gibt es den Adventskalender von Terra Tech wieder in den Geschäftsstellen der OP zu kaufen. Das Marburger Hilfswerk will damit in diesem Jahr bei „vergessenen Katastrophen“ helfen.

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Das Bild zeigt ein vertrocknetes Feld mit einigen Hütten in Ostafrika. Die herrschende Dürre bringt es mit sich, dass dort 23 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Foto: Terra Tech

Marburg. Der Kalender ist zum Preis von fünf Euro zu haben.

Das Prinzip: Hinter jedem Türchen des Adventskalenders verbergen sich zahlreiche Preise. Jeder Kalender ist mit einer Nummer versehen, die im Glücksfall für ­einen der 24 Adventstage unter notarieller Aufsicht gezogen wird.

Sind die Zahlen auf dem Kalender und die gezogene Nummer für einen der Preise identisch, so hat der Besitzer des zugehörigen Kalenders den Preis gewonnen.

Die jeweiligen Gewinn-Nummern mit dem entsprechenden Preis sind ab 1. Dezember in der OP und jeweils ab 14 Uhr im Internet unter www.op-marburg.de zu finden.

Der Kalender hat, wie in den Vorjahren, eine Auflage von 20000 Stück. Dank zahlreicher Sponsoren gibt es diesmal etwa­ 1700 Preise zu gewinnen, die ­einen Gesamtwert von mehr als 115000 Euro haben.

Darunter sind 15 Reisegutscheine, jeweils 3 Tablet-PCs und LCD-Fernseher, mehr als 440 Karten für Bundesligaspiele und andere Sportveranstaltungen, 220 Eintrittskarten für Konzerte, 29 Tankgutscheine, über 700 Einkaufs- und Essensgutscheine und vieles andere mehr.

Erlös für die Dürreopfer in Ostafrika

Der Reinerlös des Kalenders soll, so berichtet Terra-Tech-Mitarbeiter Christian Schmetz, für die Opfer von „vergessenen Katastrophen“ eingesetzt werden. „Bei Katastrophen, die nicht in den elektronischen Medien sind, ist es für Hilfsorganisationen deutlich schwieriger, Hilfsvorhaben zu finanzieren“, sagt Schmetz. Das gilt unter anderem für die Länder im östlichen Afrika. Nach ungewöhnlich starken Regenfällen und Überflutungen nach dem Klimaphänomen El Niño und einer danach einsetzenden Dürre, die La ­Niña, das Schwesterphänomen von El Niño, mit sich bringt, sind derzeit 23 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. So fehlt zum Beispiel in Kenia mehr als die Hälfte der benötigten Kornmenge für eine Notfallversorgung der Bevölkerung, berichtet Terra Tech.

In der Region trockenen viele­ natürliche Wasserquellen aus, dies schränkt den Zugang zu sauberen Trinkwasser für Menschen und Viehherden stark ein. Durch die hohe Nachfrage und das niedrige Angebot sind die Preise für Nahrung um 30 Prozent gestiegen, so die UN. Dadurch können sich arme­ Familien keinen Zukauf an ­Lebensmitteln mehr leisten, um die ­eigenen Ernteausfälle auszugleichen.

Vor diesem Hintergrund hat Terra Tech bereits 10000 Euro Soforthilfe-Gelder bereitgestellt. Die Zielgruppe des Notprogramms sind über 200 Haushalte, die meist aus zwei bis vier Aidswaisen sowie ihrer Ziehmutter (häufig deren Großmütter) bestehen. Als Hilfe ist vor allem die Bereitstellung von Grundnahrungsmitteln wie Bohnen, Mais und Reis vorgesehen. Diese Produkte können mit den Geldern von Terra Tech von der lokalen Organisation CIVS auf dem regionalen Markt gekauft werden. „Die kurzfristige, sehr zielgerichtete Hilfe sichert Leben, ohne Abhängigkeiten zu schaffen“, begründet die Marburger Hilfsorganisation ­ihren Einsatz.

von Till Conrad

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