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"Gute Stimmung"

Lehrer-Demo in Wiesbaden "Gute Stimmung"

Rund 7000 Gewerkschafter aus ganz Hessen haben am in Wiesbaden für einen leistungsfähigen Staat demonstriert.

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Marburger Lehrer stehen am Georg-Gaßmann-Stadion vor der Abfahrt zur Beamten-Demo nach Wiesbaden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die vom DGB organisierte Protestkundgebung richtete sich zugleich gegen die von der schwarz-grünen Landesregierung verordnete Nullrunde für die Landesbeamten in diesem Jahr.

Unter den Demonstrationsteilnehmern war die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stark vertreten, die für die Teilnahme an der Kundgebung rund 6000 hessische Lehrer zum Warnstreik trotz Beamtenstatus aufrief.

Die Landesvorsitzenden von GEW und Gewerkschaft Verdi verurteilten scharf, dass die Landesregierung den Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst nicht auf die Beamten trage. Die Nullrunde in diesem Jahr und die Begrenzung auf ein Prozent Tarifanhebung in den nächsten Jahren seien ein „Lohndiktat“, beklagten sie.

Aus Marburg und dem Landkreis trafen sich am Dienstagmorgen um 8.30 Uhr rund 190 Lehrer am Georg-Gaßmann-Stadion, um in drei vollbesetzten Bussen und drei Pkw gemeinsam in die Landeshauptstadt zu fahren. „Die Stimmung war gut“, resümiert Katharina Denig von der GEW Marburg-Biedenkopf. „Es war eine richtig schöne Streikstimmung.“

An vielen Schulen musste der Unterricht der am Streik in Wiesbaden teilnehmenden  Lehrer von anderen Kollegen  vertreten werden. Bis zu sechs Stunden am Stück seien das laut Angaben des Schulleiters der Elisabethschule Tobias Meinel in einer Klasse gewesen.

Von der Missbilligung vonseiten des Staatlichen Schulamtes, das den streikenden Beamten mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht hatte (die OP berichtete), zeigte sich Meinel unbeeindruckt: „Das sehen wir vergleichsweise entspannt.“ Er habe das Kollegium zwar über die Konsequenzen aufgeklärt. Trotzdem haben aber 15 Lehrer der Elisabethschule an dem Streik teilgenommen.

von Ruth Korte
und unserer Agentur

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