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Gut besuchte "Reisen ins Gehirn"

Studium generale Gut besuchte "Reisen ins Gehirn"

Die „Reisen ins Gehirn“ waren ein voller Erfolg. Die Organisatoren der gleichnamigen Uni-Vortragsreihe „Studium generale“ freuten sich fast durchweg über ein gut gefülltes Audimax.

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Beim „Brain Slam“ wurde auf der Bühne ein unterhaltsames Spektakel geboten.

Quelle: privat

Marburg. Die Erwartungen der beiden Organisatoren Professor Richard Dodel (Neurologie) und Rainer Schwarting (Psychologie) bezüglich der Resonanz auf die Vortragsreihe rund um den aktuellen Stand der Hirnforschung wurden übertroffen. „Wir haben diesen Andrang nicht erwartet“, bilanzierte Dodel im Gespräch mit der OP.

Fast durchgängig sei der größte Hörsaal der Marburger Universität zu drei Vierteln gefüllt gewesen. Das bedeutet, dass jedesmal um die 600 Zuhörer zu den Vorträgen von auswärtigen Referenten kamen. Die Palette der Themen reichte von Demenz über Synästhesie bis hin zur Sichtbarmachung von Hirnarealen.

Im Laufe der Zeit kristallisierten sich auch viele Stammgäste heraus, die fast jedes Mal kamen, berichtet Schwarting. So erinnert sich Co-Organisator Dodel besonders an eine ältere Dame, die ein Richtmikrophon für ihr Hörgerät immer in der Nähe des Rednerpults platzierte. Besonders froh zeigte sich Dodel darüber, dass das Auditorium generationenübergreifend besetzt gewesen sei: So hätten von Studierenden bis zu einem über 100 Jahre alten  Zuhörer Menschen sehr unterschiedlicher Altersstufen Interesse an den Themen gezeigt.

Gleich mehrere Zuhörer fragten nach, ob sie Skripten zu einzelnen Vorträgen erhalten könnten oder ob sogar alle Vorträge gesammelt in Buchform erscheinen würden. Doch da müssen Dodel und Schwarting die „Studium-generale“-Fans leider enttäuschen. Dabei hatten sie sogar kurzzeitig über die Idee einer Buchversion nachgedacht. Doch veröffentlichungsreife Aufbereitungen der Vorträge zur Verfügung zu stellen, das wäre nachträglich ein zu großer Aufwand für die Referenten, erläutert Dodel. Die Vortragenden waren vorwiegend  Wissenschaftler von anderen Universitäten oder aus Forschungseinrichtungen.

Besonders großen Andrang gab  es zum „Brain Slam“, der nach dem Vorbild des Marburger „Science Slam“ zum ersten Mal stattfand und bei dem vier junge Forscher aus Marburg und Gießen auf unterhaltsame Weise Kurzvorträge rund um die Hirnforschung hielten. Rund 1 000 Zuhörer kamen zu diesem Event, das noch einmal von Dr. Christine Tretow, der scheidenden stellvertretenden Intendantin des Hessischen Landestheaters Marburg moderiert wurde.

Aufgrund des großen Erfolges soll der „Brain Slam“ im kommenden Jahr bei der Nacht der Wissenschaft Anfang Juni übrigens wiederholt werden.

Zum Abschluss der Vortragsreihe gab es übrigens noch etwas Besonderes: Bei einer amerikanischen Versteigerung wurde ein „Studium-generale“-Plakat mit den Unterschriften aller Referenten für 350 Euro von Rosemarie Kappel ersteigert. Das Geld wird an die Marburger Teddy-Klinik, ein Studierenden-Projekt, gespendet.

von Manfred Hitzeroth

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